
Der Textilverwerter Reju hat in Conshohocken im US-Bundesstaat Pennsylvania ein eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet. Eine erste Demonstrationsanlage für das Recycling von Polyesterstoffen betreibt das Unternehmen bereits in Frankfurt. Die neue Einrichtung wird in den Forschungsstandort für moderne Materialien und Katalysatoren der Muttergesellschaft Technip Energies eingebunden. Dadurch könne Reju direkt auf die Kompetenzen des Anlagenbauers in den Bereichen Verfahrensentwicklung, Technologieintegration und industrielle Skalierung zugreifen.
Die Arbeiten in Pennsylvania werden den Angaben zufolge von Machbarkeitsuntersuchungen bis zur Produktion im Kilogramm-Maßstab reichen. Im Mittelpunkt stehen das Recycling von Polyester, Lösungen für Mischgewebe sowie weitere chemische Verfahren für geschlossene Materialkreisläufe. Außerdem sollen Rejus firmeneigene Technologien optimiert und validiert werden, um sie künftig in den geplanten industriellen „Regeneration Hubs“ des Unternehmens im niederländischen Chemelot, im französischen Lacq und in Rochester im US-Bundesstaat New York einzusetzen.
Wie berichtet, sind die angekündigten Werke auf eine Jahresproduktion von jeweils rund 50.000 Tonnen BHET ausgelegt – einem Zwischenprodukt aus dem Recyclingprozess, das für die erneute Herstellung von Polyester dient. „Zusammen bilden diese Anlagen eine globale, skalierbare und reproduzierbare Kreislaufinfrastruktur, die darauf ausgelegt ist, den Textilabfall von heute in die Rohstoffe von morgen zu verwandeln“, erklärte Gregory Breyta, Director of Research and Development bei Reju.



