
Der belgische Metallurgiekonzern Umicore berichtet für seine Recyclingaktivitäten von einem starken Start in das laufende Geschäftsjahr. Die Recyclingsparte habe in den ersten drei Monaten des Jahres von hohen Aktivitätsniveaus, einem günstigen Metallpreisumfeld und vorteilhaften Handelsbedingungen profitiert, teilte das Unternehmen bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse mit. Nach dem planmäßigen Wartungsstillstand habe die Geschäftseinheit Edelmetallraffination den Betrieb erfolgreich wieder aufgenommen. Zusätzlich hätten ein besonders starker Jahresauftakt mit Schmuck- und Industriemetallen sowie im Bereich „Precious Metals Management“ die Entwicklung gestützt.
Auf Konzernebene sprach Umicore insgesamt von einer starken Entwicklung im ersten Quartal 2026. Das Unternehmen verwies dabei auf das anhaltende Engagement für operative Effizienz sowie die starke Wertorientierung. Dadurch konnte der Konzern von den günstigen Metallpreisbedingungen profitieren. Konkrete Zahlen zum Verlauf im ersten Quartal veröffentlichte Umicore aber weder für den Gesamtkonzern noch für die Recyclingaktivitäten.
Für das Gesamtjahr erwartet Umicore, dass die Entwicklung der Recyclingsparte die Auswirkungen des Wartungsstillstands in der Edelmetallraffination sowie niedrigere durchschnittliche abgesicherte Preise für Edelmetalle und Platingruppenmetalle gegenüber dem Vorjahr mehr als ausgleichen wird. Voraussetzung dafür seien weiterhin günstige Metallpreise und anhaltend hohe Aktivitätsniveaus. Die Entwicklung der Recyclingsparte dürfte damit die aktuellen Markterwartungen deutlich übertreffen, heißt es.
Auf Basis der bisherigen Entwicklung und der aktuellen Sichtbarkeit der Endmärkte rechnet Umicore für den Gesamtkonzern im laufenden Jahr mit einem bereinigten Ebitda von annähernd einer Mrd. €. Im letzten Jahr lag die Kenngröße noch bei knapp 850 Mio. €. Die Prognose basiere auf der Annahme, dass die Metallpreise weitgehend auf dem Niveau des ersten Quartals bleiben und es keinen größeren makroökonomischen Abschwung gebe. Direkte Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten erwartet der Konzern nach eigenen Angaben nicht in wesentlichem Umfang. Man habe in der Region nur begrenzte Beschaffungs- und Absatzaktivitäten und verfüge zudem über Energieabsicherungen aus der Zeit vor dem Konflikt, so Umicore.



