PV Cycle nimmt 16.000 Tonnen alter PV-Module zurück

Das Rücknahmesystem PV Cycle hat im vergangenen Jahr insgesamt rund 16.000 Tonnen alter Photovoltaikmodule gesammelt. Den Rückgang um rund 1.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr begründet die Organisation mit einer einmalig sehr großen Sammelaktion in Deutschland, die für 2021 zu einer „außergewöhnlich“ hohen Menge geführt habe. Bei den zurückgenommenen PV-Panels habe es sich im letzten Jahr erneut vor allem um siliziumbasierte Module gehandelt, heißt es im Jahresbericht des Rücknahmesystems weiter.

Seit dem Start der Aktivitäten im Jahr 2011 hat PV Cycle insgesamt 77.500 Tonnen ausgedienter Solarmodule zurückgenommen. Die in den letzten zwölf Jahren gesammelte Tonnage entspreche einer Leistung von 1,3 GW. Bezogen auf die im europäischen Markt bis Ende 2022 insgesamt über PV-Module installierte Leistung von 210 GW sind daher bisher über das Rücknahmesystem 0,6 Prozent als Abfall gesammelt worden. Das verdeutlicht aus Sicht von Jan Glyncke, dem Chef von PV Cycle, die Langlebigkeit der Produkte. Da Solarmodule seit 2005 großflächig in Deutschland zum Einsatz kommen und für die Geräte meist eine durchschnittliche Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren angenommen wird, könnte in den nächsten Jahren aber eine „erste Welle“ alter Module zurückkommen, schreibt die Organisation in dem Bericht weiter.

PV Cycle bietet die Rücknahme von ausgedienten Photovoltaikmodulen mittlerweile weltweit an. Die Organisation verfügt dabei neben dem Hauptsitz in Brüssel auch über Büros in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan. Neben PV-Modulen sammelt das System seit einigen Jahren auch andere Altgeräte sowie Batterien in Italien. Die Rücknahmemenge stieg in diesem Bereich im letzten Jahr um ein Sechstel auf 2.900 Tonnen an.

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