PET to PET Recycling Österreich steigert Menge weiter

Die PET to PET Recycling Österreich hat im ersten Halbjahr insgesamt fast 17.800 Tonnen PET-Flaschen verwertet. Damit hat das Unternehmen, an dem die Getränkehersteller Coca-Cola, Egger, Rauch Fruchtsäfte, S. Spitz und Vöslauer Mineralwasser beteiligt sind, die Verarbeitungsmenge im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 17 Prozent auf einen neuen Höchstwert gesteigert. Bereits im letzten Jahr nahm die Recyclingmenge von PET to PET um 20 Prozent zu.

„Wir freuen uns selbstverständlich über die Steigerung der Verarbeitungsmenge und damit einen noch besseren Kreislaufschluss der PET-Getränkeflasche in Österreich – allerdings sehen wir einer sehr herausfordernden Zukunft entgegen“, erklärt Christian Strasser, Geschäftsführer von PET to PET. So werde in der zweiten Jahreshälfte ein signifikanter Rückgang der eingesetzten Rezyklate am Markt erwartet. Die Gründe dafür sieht Strasser in der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Situation, der nach wie vor sehr hohen Inflation und vor allem im großen Preisunterschied zwischen Neuware und Rezyklaten.

Co-Geschäftsführer Thomas Billes verweist darauf, dass in Österreich bereits jetzt die erst ab 2030 verpflichtende Vorgabe eines Rezyklatgehaltes von 30 Prozent für die Herstellung neuer PET-Flaschen erreicht werde. „Hierzulande haben wir durch den Aufbau des Bottle-to-Bottle-Recyclings seit 2007 schon heute die Ziele von 2030 nicht nur erreicht, sondern sogar deutlich übererfüllt.“

Sein Geschäftsführerkollege Strasser sieht allerdings eine große Herausforderung darin, dass für Kunststoffeinwegverpackungen ab 2025 zwar gesetzliche Mindestrecyclingquoten von 50 Prozent definiert sind, Vorgaben von wem und wo diese Rezyklate eingesetzt werden sollen, aber noch nicht feststehen. „Dahingehend müssen noch entsprechende Maßnahmen gesetzt werden, um ebenfalls lückenlose Kreisläufe zu ermöglichen“, fordert er.

PET to PET betreibt im burgenländischen Müllendorf eine Anlage, in der die angelieferten Post-Consumer-PET-Flaschen sortiert, zu Flakes zerkleinert und im Anschluss gewaschen werden. In zwei verschiedenen Verarbeitungslinien gewinnt das Unternehmen daraus entweder PET-Flakes oder PET-Granulat in lebensmitteltauglicher Qualität zur Herstellung neuer PET-Getränkeflaschen.

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