Der französische Sortiertechnikspezialist Pellenc Selective Technologies (ST) und das britische Technologieunternehmen Polytag arbeiten künftig zusammen, um die Rückverfolgbarkeit und Sortiergenauigkeit von Verpackungen zu verbessern. Ziel der Kooperation ist es, bestehende sensorgestützte Sortiersysteme mit einer UV-basierten Trackinglösung zu verbinden, gaben beide Unternehmen bekannt.
Im Mittelpunkt stehe die Verbindung von Pellenc STs Technologie zur sensorgestützten Sortierung mit einem von Polytag entwickelten System, das Verpackungen mit unsichtbaren, gedruckten UV-Wasserzeichen versieht. Diese enthielten offene GS1-Datenmatrixcodes, die beim Eintritt in den Recyclingprozess durch eine Erkennungseinheit erfasst werden. Die Sortierung erfolge auf Basis von Nahinfrarotspektroskopie (NIR) und der erkannten UV-Codierung.
Durch diese technische Integration können Abfallströme differenzierter erkannt und sortiert werden, erklärten beide Unternehmen. Verpackungen ließen sich so gezielter dem Recycling zuführen. Gleichzeitig werde es für Entsorgungsunternehmen und Markeninhaber möglich, den Weg einzelner Verpackungen durch den Recyclingprozess nachzuvollziehen.
„Unsere Zusammenarbeit mit Pellenc ST ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Kreislaufführung von Verpackungen“, erklärte Alice Rackley, CEO von Polytag. „Durch den Einsatz der UV-Wasserzeichen nach GS1-Standard und der Sortierlösungen von Pellenc ST erhalten Markeninhaber genauere Informationen über das Recycling ihrer Verpackungen.“
Jean Henin, CEO von Pellenc ST, sagte: „Offene Standards sind eine zentrale Voraussetzung für die Umsetzung des digitalen Produktpasses. Mit der Partnerschaft schaffen wir technische Grundlagen, um Sortierprozesse weiterzuentwickeln und die Rückgewinnung von Materialien zu erhöhen.“
Wie die Unternehmen weiter mitteilten, haben sie im Innovationszentrum von Pellenc ST einen gemeinsamen Prototyp aufgebaut und bis zur Technologiereife TRL 7 getestet. Darüber hinaus plant Pellenc ST die Produktion von UV-Lesemodulen.




