Der österreichische Chemie- und Energiekonzern OMV hat die geplante Investition in eine großtechnische Anlage zum chemischen Recycling von Kunststoffabfällen am Standort Schwechat vorerst vertagt. Wie das Unternehmen gegenüber EUWID erklärte, ist die bestehende Reoil-Anlage mit einer Kapazität von 16.000 Tonnen pro Jahr „vollständig ausgelastet“. Der technische Erfolg dieser Pilotanlage bilde die Grundlage für den nächsten Ausbauschritt. Ziel sei es nun, die Kosten weiter zu optimieren und die Vorbereitungen für eine Anlage im industriellen Maßstab mit 200.000 Tonnen Jahreskapazität nach 2030 voranzutreiben.
Eine endgültige Investitionsentscheidung für das ursprünglich bis 2026 geplante Großprojekt steht damit noch aus. OMV hatte dafür Fördermittel von bis zu 81,6 Mio. € aus dem EU-Innovationsfonds in Aussicht. Im Zuge der jüngsten Konzernstrategie wurden die organischen Investitionen in den Geschäftsbereichen Fuels und Energy um rund 1,5 Mrd. € reduziert. Weitere 3,5 Mrd. € entfallen durch die Entkonsolidierung der Beteiligung Borealis nach der Gründung der Borouge Group International, deren Abschluss im ersten Quartal 2026 erwartet wird. Zudem würden bestimmte Nachhaltigkeitsprojekte zeitlich über das Jahr 2030 hinaus verschoben, um Investitionsrisiken zu minimieren, berichtete unlängst der Konzern....




