Österreich: PwC sieht bei Kreislaufwirtschaft Fortschritte trotz struktureller Hürden

Studie „Status quo der österreichischen Kreislaufwirtschaft 2.0“ veröffentlicht

Österreich konnte im Jahr 2023 die Zirkularitätsrate auf 13,8 Prozent steigern und damit erneut den EU-Durchschnitt von 12,1 Prozent übertreffen. Das nationale Ziel von 18 Prozent bis 2030 wird damit jedoch weiterhin verfehlt. Das geht aus der Studie „Status quo der österreichischen Kreislaufwirtschaft 2.0“ hervor, die das Beratungsunternehmen Pricewaterhouse Coopers (PwC) veröffentlicht hat. Dennoch sei diese Entwicklung ein Fortschritt unter weiterhin begrenzten strukturellen Bedingungen.

Die Kreislaufwirtschaft ist insgesamt ein strategischer Hebel zur Stärkung von Rohstoffunabhängigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und regionaler Wertschöpfung, betont PwC in der Studie. Fortschritte bei Kennzahlen, Investitionen und wirtschaftlicher Leistung überlagerten sich jedoch mit rechtlichen, strukturellen und marktwirtschaftlichen Hemmnissen. Bedeutsam seien ein funktionierender Markt für Sekundärrohstoffe, klare regulatorische Rahmenbedingungen und die Frage, wie Stoffströme möglichst früh in hochwertige zirkuläre Nutzungspfade geführt werden können.

Die Studie knüpft an die im Herbst 2024 veröffentlichte Erststudie mit Datenbasis 2021 an und verbindet Materialflussanalysen mit wirtschaftlichen Kennzahlen sowie branchenspezifischer Expertise aus Interviews. Im Zentrum steht die Frage, wie weit Österreich beim Übergang von einer linearen zu einer zirkulären Wirtschaftsweise gekommen ist. Kreislaufwirtschaft wird dabei definiert als ein Modell, in dem Produkte, Materialien und Ressourcen möglichst lange im Umlauf bleiben. Dazu zählen Wiederverwendung, Reparatur, Aufbereitung und Recycling. Ziel ist es, Primärrohstoffverbrauch und Abfallaufkommen zu senken.

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