Novelis: Recyclinganteil in Aluprodukten soll bis 2030 auf 75 Prozent steigen

Das US-amerikanische Aluminiumunternehmen Novelis hat am Montag eine neue Nachhaltigkeitsinitiative vorgestellt, die den Recyclinganteil seiner Aluminiumproduktion deutlich steigern und die CO2-Emissionen seiner Flachwalzprodukte reduzieren soll. Unter dem Titel „Novelis 3x30“ plant das Unternehmen, den durchschnittlichen Anteil von recyceltem Aluminium in seinen Produkten bis 2030 von derzeit 63 Prozent auf 75 Prozent zu erhöhen. Zudem sollen die Emissionen der Flachwalzprodukte bis zum Ende des Jahrzehnts auf weniger als drei Tonnen CO2-Äquivalente pro Tonne gesenkt werden. Ein weiteres Element des Programms ist die Fortsetzung der „First-Mover-Investitionen“, die das Fundament des 3x30-Plans bilden.

„Wir haben enorme Fortschritte auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft für Aluminium gemacht“, sagte Pierre Labat, Senior Vice President, Chief Strategy and Sustainability Officer bei Novelis. In den letzten acht Jahren habe das Unternehmen seinen durchschnittlichen Recyclinganteil bereits um zehn Prozentpunkte erhöht. Seit 2011 beträgt das Plus sogar 30 Prozentpunkte.

„Mit Blick auf die Zukunft wird der Erfolg von Novelis 3x30 von den unternehmensweiten Anstrengungen unserer Mitarbeiter sowie von einer sinnvollen Zusammenarbeit mit unseren Kunden, Lieferanten und Forschungspartnern abhängen“, so Labat.

Novelis bezeichnet sich selbst als den weltweit größten Recycler von Aluminium. Novelis verfügt über 14 Recyclinganlagen, in denen Aluminiumschrotte aus dem Endverbraucherbereich (z.B. UBC) sowie Schrotte aus der Industrie verarbeitet werden. Die europäischen Recyclingbetriebe befinden sich in Latchford (Großbritannien), Pieve (Italien) sowie an den drei deutschen Standorten Nachterstedt, Neuss und Voerde. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen an sechs seiner US-Standorte, an zwei Standorten in Südkorea sowie an einem Standort in Brasilien Recyclingaktivitäten.

Im Geschäftsjahr 2023/24 (1.4.-31.3.) hat das Unternehmen laut dem im Juni veröffentlichten Geschäftsbericht rund 2,32 Mio Tonnen Aluminiumschrott verarbeitet, teils in Auftragsarbeit. Das Unternehmen meldete ein Gesamtliefervolumen von 3,92 Mio Tonnen Aluminiumprodukten und einen Nettoumsatz von 16,2 Mrd US-Dollar (ca. 14,5 Mrd €).

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