Norwegen: Debatte um Dopingrisiko durch Gummi-Granulat auf Kunstrasen

Ein außergewöhnlicher Dopingfall im norwegischen Frauenfußball hat eine Debatte über mögliche Umweltkontaminationen und die Ausgestaltung der internationalen Anti-Doping-Regeln ausgelöst. Auslöser ist ein Verfahren gegen eine Spielerin des Klubs Vålerenga, das nach monatelangen Ermittlungen ohne Sanktion beendet wurde.

Bei einer routinemäßigen Dopingkontrolle nach einem Ligaspiel in Norwegen waren bei mehreren Spielerinnen Spuren der verbotenen Substanz 1,3-Dimethylbutylamin (DMBA) nachgewiesen worden. In einem Fall lag der gemessene Wert oberhalb des einschlägigen Grenzwerts, sodass ein formelles Verfahren eingeleitet wurde.

Nach Angaben von Anti-Doping Norway (ADNO) ergaben die Untersuchungen, dass die Substanz nicht aus Nahrung, Getränken oder Nahrungsergänzungsmitteln stammte. Als wahrscheinlichste Quelle identifizierte die Behörde das Gummigranulat eines Kunstrasenplatzes, auf dem die Partie ausgetragen worden war. Die genaue chemische Entstehung der Substanz konnte dabei nicht abschließend geklärt werden. DMBA sei Bestandteil oder Abbauprodukt bestimmter chemischer Zusätze, die in recyceltem Gummigranulat vorkommen könnten....

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