
Der finnische Ölkonzern Neste stärkt seine Logistikkapazitäten in der Raffinerie Porvoo, um die Verarbeitung von verflüssigten recycelten Rohstoffen wie Kunststoffabfällen und Gummireifen erheblich zu erweitern. Diese Maßnahme sei ein zentraler Schritt, um Nestes langfristige Strategie zu unterstützen, das chemische Recycling voranzutreiben und die Raffinerie in ein führendes Zentrum für erneuerbare und zirkuläre Lösungen zu verwandeln, wie das Unternehmen mitteilte.
Die neue Infrastruktur, deren Fertigstellung für 2024 geplant ist, wird mit der Inbetriebnahme einer neuen Aufbereitungsanlage für verflüssigte Kunststoffabfälle zusammenfallen. Diese Anlage, die im Rahmen des Projekts „Pulse“ errichtet wird, soll ab 2025 jährlich bis zu 150.000 Tonnen verflüssigten Kunststoffabfall in hochwertige Ausgangsstoffe für die Kunststoff- und Chemieindustrie umwandeln.
Teil der neuen Logistiklösungen sind spezialisierte Entladeeinrichtungen: Im Hafen der Raffinerie wird ein Entladearm mit Heizsystem sowie ein Netz von Rohrleitungen gebaut, das den Hafen mit speziellen Lagertanks verbindet. Diese Systeme sind darauf ausgelegt, die besonderen Anforderungen verflüssigter Kunststoffabfälle und Gummireifen zu erfüllen, die erhitzt und in korrosionsbeständigen Anlagen gelagert werden müssen. Darüber hinaus errichtet Neste eine Dampfrückgewinnungsanlage, um die Emissionen im Betrieb zu kontrollieren.
„Die Transformation unserer Porvoo-Raffinerie in ein Zentrum für erneuerbare und zirkuläre Lösungen erfordert viele Schritte und Anpassungen“, betonte Jori Sahlsten, Senior Vice President für Raffinerie- und Terminalbetrieb bei Neste. „Die neue Logistikinfrastruktur ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Transformation und ermöglicht es uns, kontinuierlich größere Mengen verflüssigter recycelter Rohstoffe zu verarbeiten.“



