Malaysia verhängt Importverbot für E-Schrott

Malaysia hat ein Importverbot für Elektroschrott verhängt. Ziel der Maßnahme sei es, die Kontrollen beim Import gefährlicher Materialien zu verschärfen und die Umwelt besser zu schützen, berichtet Reuters. Im Sommer 2024 wurden bei einer Kontrollaktion mehr als 100 Container mit illegal eingeführten Altgeräten in dem südostasiatischen Land entdeckt. Aus der EU darf allerdings schon seit Anfang letzten Jahres kein E-Schrott mehr nach Malaysia und andere Nicht-OECD-Staaten ausgeführt werden.

E-Schrott werde mit sofortiger Wirkung in den Zollvorschriften in die Kategorie „absolutes Verbot“ eingestuft, erklärte der Chef der malaysischen Antikorruptionskommission in dieser Woche. Altgeräte dürfen damit nicht länger in das Land eingeführt werden. Zugleich sei eine strikte Durchsetzung unter Einbindung aller zuständigen Behörden erforderlich, berichtet die Nachrichtenagentur weiter.

Der Entscheidung sei außerdem eine Untersuchung wegen Korruption im Zusammenhang mit E-Schrott vorausgegangen. Dem Bericht zufolge wurden in der vergangenen Woche der Generaldirektor sowie zwei weitere ranghohe Beamte der Umweltbehörde festgenommen. Die Festnahmen erfolgten im Rahmen von Ermittlungen zu Bestechungsvorwürfen im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten bei der Entsorgung von Elektroschrott.

Wie Reuters weiter berichtet, wird in Malaysia zudem über einen Vorschlag für ein dreimonatiges Moratorium für den Import von Kunststoffabfällen beraten. Außerdem hat Hapag-Lloyd kürzlich verschärfte Anforderungen für Kunststoff- und Schrottlieferungen in eine Reihe südostasiatischer Zielländer angekündigt – darunter auch Malaysia.

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