Life Biobest: Leitfäden zur Bioabfallbewirtschaftung

Einen kompakten Überblick über die besten Verwertungspraktiken für Bioabfälle in Europa liefert die Projekt-Zusammenfassung „Life Biobest“, die unter anderem von Zero Waste Europe und dem European Compost Network verfasst wurde. Darin sind die wichtigsten Erkenntnisse aus den vier Life-Biobest-Leitlinien zur getrennten Sammlung von Bioabfällen, zu Verwaltungsstrukturen und wirtschaftlichen Anreizen, zu Kompost und Gärresten sowie zu Kommunikations- und Beteiligungsverfahren verschiedener Länder zusammengefasst. „Ziel ist es, die übergeordneten Behörden bei der Straffung der politischen Maßnahmen und die nachgeordneten Behörden bei der Umsetzung wirksamer Lösungen zu unterstützen.“

So bietet beispielsweise die Leitlinie zur getrennten Sammlung einen Überblick über die verschiedenen Bioabfall-Systeme zur getrennten Sammlung und bewertet die Vor- und Nachteile. Darin enthalten sind eine Reihe von Best-Practice-Beispielen für die Bioabfallsammlung bei Haushalten und anderen Anfallstellen. Dazu gehört auch eine Methodik für die Analyse der Qualität von getrennt gesammelten Bioabfällen.

Der zweite Leitfaden zielt auf die Verwaltungsstrukturen und diskutiert wirtschaftliche Anreize, die zur Verbesserung der Bioabfallbewirtschaftung beitragen. Der dritte Leitfaden wiederum thematisiert die Behandlungs- und Aufbereitungstechnologien zur Produktion von Komposten und Gärresten, Hierzu gehören unter anderem Verarbeitungsoptionen, die Analyse der Produkteigenschaften, die Qualitätssicherungssysteme sowie die damit verbundenen EU-Rechtsvorschriften und das ECN-Qualitätssicherungssystem. Der abschließende Leitfaden analysiert erfolgreiche Kommunikationsstrategien aus verschiedenen Ländern und erläutert Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit.

Die Zusammenfassung der von der EU geförderten Leitfäden stehen unter zerowasteeurope.eu zum Download bereit. Zudem soll noch im Januar ein umfassender Leitfaden für die EU zur Verbesserung der Bioabfallbewirtschaftung veröffentlicht werden, der die Projektergebnisse in Empfehlungen für politische Entscheidungsträger umsetzt. Zum Abschluss des Projektes ist im Juni in Brüssel eine Tagung vorgesehen, auf der die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert werden sollen.

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