Joint Venture plant Anlage zum Matratzenrecycling in Österreich

Im österreichischen Krems an der Donau ist der Bau einer Anlage zum Recycling von Altmatratzen geplant. Hierzu soll ein Joint-Venture gegründet werden, an dem die Neveon Holding GmbH und die Brantner Österreich GmbH jeweils zur Hälfte beteiligt sind. Wie aus der Anmeldung der Zusammenarbeit bei der EU-Generaldirektion Wettbewerb hervorgeht, sollen die Aktivitäten des Joint Ventures auf Europa beschränkt sein.

Die Neveon Holding ist eine Tochtergesellschaft der österreichischen Greiner AG. Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in Kremsmünster ist weltweit aktiv als Hersteller und Verarbeiter von Kunst- und Schaumstoffen unter anderem für Lebensmittel- und Non-Food-Verpackungen, Matratzen, Analyse- und Labor-/Medizintechnik sowie in der Lieferung von Komponenten für die Industrie.

Die Brantner Österreich GmbH wiederum ist eine indirekte Tochtergesellschaft der Brantner Gruppe, die mit 65 Standorten im Abfallmanagement neben Österreich in Tschechien, der Slowakei, in Serbien und Rumänien vertreten ist. Hinzu kommen umfangreiche, europaweite Logistikdienstleistungen mit dem Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft.

Der Schaumstoffspezialist Neveon hatte bereits Anfang 2022 eine Kooperation mit dem Chemiekonzern BASF zur Weiterentwicklung des Recyclings von ausgedienten Matratzen vereinbart. Ziel war unter anderem die Erzeugung von rezyklierten Matratzenschäumen aus eingesammelten Altmatratzen. Im Rahmen der weiteren Zusammenarbeit wurde dann im vergangenen Jahr erstmals in größerem Maßstab Polyol durch ein von BASF entwickeltes innovatives Recyclingverfahren aus Altmatratzen gewonnen, das Neveon zusammen mit Isocyanaten zu neuen Matratzen mit bislang unerreicht hohem Recyclinganteil verarbeitet hat. Diese Matratzen werden inzwischen in einem Business-Hotel der BASF-Gastronomie eingesetzt.


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