Der norwegische Aluminiumkonzern Norsk Hydro will den Integrationsprozess des vor zwei Jahren übernommenen polnischen Recyclingunternehmens Alumetal abschließen und die Standorte in Polen und Ungarn künftig unter der Marke Hydro führen. Damit soll das Unternehmen seine Position im europäischen Markt für Gusslegierungen aus Recyclingaluminium weiter stärken.
Die vollständige Integration und Umfirmierung von Alumetal sei ein strategischer Schritt, der es Hydro ermöglichen werde, neue Geschäftsmöglichkeiten mit einer einheitlichen Marktpräsenz zu nutzen. Der bestehende Betrieb werde davon nicht beeinträchtigt, informierte Hydro am Freitag in einer Pressemitteilung.
„Wir schaffen ein echtes One-Stop-Shop-Angebot für recycelte und kohlenstoffarme Gusslegierungen, das die gesamte Stärke von Hydros Forschungs- und Entwicklungskapazitäten sowie der technischen Support-Teams umfasst“, sagte Hanne Simensen, Executive Vice President von Hydro Aluminium Metal. Kunden könnten weiterhin mit der gewohnten Produktqualität und dem Service rechnen, während Hydro „Aluminiumschrott im Kreislauf hält, um die Kreislaufwirtschaft und Resilienz der europäischen Aluminiumwertschöpfungskette zu stärken“.
Alumetal, das seit der Übernahme 2023 als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Hydro-Gruppe betrieben wurde, wird im letzten Integrationsschritt an Hydros Betriebsmodell angepasst. Die vier Recyclingwerke in Polen und Ungarn sollen Anfang 2026 in Hydro Kęty, Hydro Gorzyce, Hydro Nowa Sól und Hydro Komárom umbenannt werden.
Mit der Übernahme von Alumetal hatte Hydro seine Recyclingkapazitäten in Europa ausgebaut und sein Angebot im Bereich CO2-armer, schrottbasierter Gusslegierungen erweitert. Die vier Werke verfügen über eine Gesamtkapazität von rund 280.000 Tonnen pro Jahr und beliefern vor allem die Automobilindustrie.
Seit der Akquisition hat Hydro in die Modernisierung des polnischen Werks Kęty investiert, darunter in eine neue Gießerei und eine Photovoltaikanlage, die im Juni in Betrieb ging. Zudem erhielt Alumetal Ende letzten Jahres eine Umweltproduktdeklaration für seine recycelten Gusslegierungen. Das Werk Nowa Sól wurde dann in diesem September für die Produktion von Hydros kohlenstoffarmen Recyclingprodukt „Circal“ zertifiziert. Darüber hinaus nutzt Alumetal seit diesem Jahr Hydros selbst entwickelte „HySort“-Technologie zur Aufbereitung schwierig zu verarbeitender Post-Consumer-Schrotte.




