Hydro testet in Recyclinganlage grüne Wasserstofftechnologie

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Der norwegische Aluminiumproduzent Norsk Hydro hat ein dreijähriges Pilotprojekt zur Erprobung von grünem Wasserstoff in seiner Recyclinganlage Høyanger in der Provinz Vestland gestartet. Dabei soll grüner Wasserstoff in industriellem Maßstab einen Umschmelzofen antreiben. Ziel des Projekts, das mit 83,3 Mio NOK (ca. 7,3 Mio €) von der norwegischen Regierung gefördert wird, ist eine komplett kohlenstofffreie Herstellung von Aluminium.

Der Ersatz von flüssigem Erdgas durch grünen Wasserstoff beim Recycling von 100 Prozent Post-Consumer-Schrott sei einer der schnellsten Wege zu kohlenstofffreiem Aluminium. Allerdings sei das Umschmelzen von Aluminium ein sehr energieintensiver Prozess, der ohne fossile Energie nur schwer zu erreichen sei, erklärt Hydro in einer Ende letzter Woche veröffentlichten Pressemitteilung. Die in Høyanger jetzt zum Einsatz kommende Technologie habe globales Potenzial. So werde das Pilotprojekt Einblicke in die Technologie der Brennstoffumstellung, die Metallqualität und die notwendige Infrastruktur für grüne Wasserstoffprojekte liefern.

„Hydro verfolgt mehrere Wege zur Dekarbonisierung unseres Unternehmens. Mit diesem Pilotprojekt machen wir einen weiteren Schritt auf unserem Weg zu kohlenstofffreiem Aluminium. Grüner Wasserstoff ist eine interessante Option zur Dekarbonisierung der Aluminiumindustrie und anderer schwer abbaubarer Industrien“, sagt Hanne Simensen, Executive Vice President von Hydro Aluminium Metal.

Das Projekt in Høyanger ist Teil von Hydros Strategie, den Übergang zu umweltfreundlicherem Aluminium voranzutreiben und die eigenen Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto Null zu senken. In den vergangenen Jahren hat Hydro die ersten Mengen an nahezu kohlenstofffreiem Aluminium aus recyceltem Aluminium hergestellt, mit der Erprobung der Kohlenstoffabscheidung in der Aluminiumhütte Sunndal begonnen und testet ebenfalls in Sunndal eine innovative Plasmatechnologie zur Dekarbonisierung der Hochtemperaturprozesse. Des Weiteren investiert Hydro verstärkt ins Recycling von Post-Consumer-Schrott. Bis 2030 will der Konzern die entsprechenden Verarbeitungskapazitäten von derzeit 560.000 Tonnen auf bis zu 1,2 Mio Tonnen pro Jahr verdoppeln.

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