Der österreichische Aluminiumhersteller Hammerer Aluminium Industries (HAI) hat am Firmensitz in Ranshofen in eine neue Brikettpresse zur Verarbeitung von Aluminiumspänen investiert. Mit der Maßnahme will das Unternehmen seine Recyclingquote weiter erhöhen und die Nachhaltigkeitsstrategie konsequent vorantreiben.
Wie das Unternehmen mitteilt, werden bei der Aluminiumverarbeitung anfallende Späne gesammelt, brikettiert und wieder dem Produktionskreislauf in der Gießerei zugeführt. Durch das Brikettieren lassen sich im Vergleich zum Einschmelzen loser Späne Oxidationsverluste vermeiden und die Materialausbeute um rund acht Prozent steigern, erklärt HAI. Darüber hinaus seien die Briketts weitgehend frei von Kühlschmierstoffen und verursachten dadurch im Schmelzprozess kaum Emissionen.
Die neue Brikettpresse des Herstellers RUF ist den Angaben zufolge derzeit an fünf Tagen pro Woche jeweils acht bis zehn Stunden in Betrieb. Im ersten Jahr sollen etwa 1.000 bis 1.500 Tonnen Spänebriketts produziert werden.
„Der Anteil der Säge- und Frässpäne in unserer Produktion steigt stetig an. Wir haben in den vergangenen Jahren stark in Fertigungstechnologien investiert, damit unsere Kunden fertige Produkte bekommen und nicht nur ein Standardprofil, das sie selbst bearbeiten müssen. Deshalb ist das Recycling der eigenen Produktionsreste ein wichtiges Thema, das zusätzlich absolute Sortenreinheit der Legierung gewährleistet“, begründet COO Markus Schober die Investition.
Neben seinem Hauptsitz im oberösterreichischen Ranshofen betreibt HAI noch acht weitere Standorte in Deutschland, Polen, Rumänien und Südkorea. 2024 erzielte das Unternehmen in den drei Produktionsbereichen Casting (Gießerei), Extrusion (Strangpressen) und Processing (mechanische Weiterverarbeitung) einen Umsatz von 823 Mio €.
Dabei zählt sich das Unternehmen zu den Vorreitern beim Klimaschutz. Durch den Einsatz von rund 80 Prozent Sekundäraluminium sowie Primäraluminium, das vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, liege der CO2-Fußabdruck der von HAI gelieferten Produkte deutlich unter dem europäischen Durchschnitt und bei einem Bruchteil des weltweiten.




