Gießereisand-Recycler Resand steigt in den US-Markt ein

Das auf die Regenerierung und das Recycling von Gießereisand spezialisierte finnische Unternehmen Resand will in den US-Markt einsteigen. Hierzu hat Resand mit der Graugussgießerei ACME Foundry aus dem US-Bundesstaat Kansas eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit unterzeichnet. Diese bilde die Grundlage für das erste nordamerikanische „Sand as a Service“ (SaaS)-Abkommen des Unternehmens, so Resand.

Gemeinsam mit ACME will Resand eine Lösung für ein zirkuläres Sandmanagement in Gießereibetrieben entwickeln. Dabei soll Resands thermomechanische Sandregenerationstechnologie mit einem servicebasierten Geschäftsmodell kombiniert werden. Ziel sei es, die Abhängigkeit von frischem Quarzsand zu verringern, Deponiemengen zu reduzieren, die Ressourceneffizienz zu verbessern und die mit dem Sandverbrauch in Gießereien verbundenen CO2-Emissionen zu senken, erläutert das in der Gemeinde Urjala im Südwesten Finnlands ansässige Unternehmen, das bis Mitte 2023 unter dem Namen Finn Recycling firmierte.

„Für uns bedeutet dies den kommerziellen Eintritt in den US-Markt und eine wichtige Bestätigung unserer Technologie und unseres Geschäftsmodells für amerikanische Gießereien“, erklärte Resand-CEO Mikko Immonen. Mit der Gründung von Resand Ltd. und der Vorbereitung des ersten SaaS-Abkommens in Nordamerika schaffe das Unternehmen die Grundlage für langfristiges Wachstum und zeige, „wie zirkuläres Sandmanagement sowohl ökologischen als auch wirtschaftlichen Nutzen für amerikanische Gießereien schaffen kann“, so Immonen weiter.

Für Resand ist die Kooperation mit ACME auch ein Beleg für einen breiteren Wandel in der Gießereiindustrie hin zu zirkulären Produktionssystemen und nachhaltigem Rohstoffmanagement. ACME-Finanzchef Aaron Heckman bezeichnete nachhaltige Produktion und operative Leistungsfähigkeit als wichtige Prioritäten für das Unternehmen. „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Resand, um innovative Lösungen für Sandmanagement und Ressourceneffizienz zu prüfen“, sagte Heckman. Die Zusammenarbeit biete die Möglichkeit, neue Ansätze zu bewerten, „die langfristigen Mehrwert für unsere Betriebsabläufe und unsere Kunden schaffen könnten“.

Bisher hatte sich Resand mit seiner SaaS-Technologie auf den europäischen Markt konzentriert. Kunden sitzen unter anderem in Spanien, Italien, Schweden und Deutschland. So hatte Resand erst kürzlich einen 5-Jahres-Vertrag mit dem baden-württembergischen Hersteller von Sandguss- und Niederdruckgussprodukten AGVS Aluminiumwerke abgeschlossen.

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