EU und Japan vertiefen Zusammenarbeit beim Batterierecycling

Europa und Japan wollen ihre Kräfte zum Aufbau einer wettbewerbsfähigen Batteriewertschöpfungskette weiter bündeln. Wie die European Battery Alliance (EBA) mitteilt, haben EBA, der Branchenverband Recharge und die japanische Battery Association for Supply Chain (BASC) ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht eine stärkere Kooperation in strategischen Bereichen vor: Dazu zählen insbesondere der Austausch von Daten und Know-How sowie die „Beschleunigung der Marktentwicklung für Schwarzmasse“ als zentralem Zwischenprodukt aus dem Batterierecycling, heißt es in einer Pressemeldung.

Von politischer Seite wird die Initiative ausdrücklich unterstützt. Der Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission für Industriepolitik Stéphane Séjourné sprach von einer Übertragung bisheriger Absichten in konkrete Geschäftsvorhaben: „Von enger Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Fachkräften bis hin zu neuen gemeinsamen Anstrengungen beim Schwarzmasse-Recycling eröffnet dieses von der Industrie getragene MoU neue Wachstumschancen für sowohl europäische als auch japanische Unternehmen.“

Vertreter der beteiligten Industrieverbände betonten den strategischen Charakter der Partnerschaft ebenfalls. So verwies EBA-Geschäftsführerin Emma Nehrenheim auf die Nutzung von Synergien, um Innovationen schneller vom Labor auf den Markt zu bringen. Recharge-Generaldirektorin Ilka von Dalwigk hob hervor, dass die Kreislaufwirtschaft den Weg zu globaler Führung und reduzierten Abhängigkeiten bereiten könne. BASC-Vorsitzender Hiroaki Koda unterstrich die „technologische Exzellenz und Zuverlässigkeit“ der japanischen Batterieindustrie. Das Abkommen schaffe eine „gegenseitig vorteilhafte Beziehung“, die den beteiligten Partnern neue Wachstumschancen eröffne.

Das Memorandum of Understanding knüpfe an die beim EU-Japan-Gipfel in Tokio im Juli erneuerte „Green Alliance“ an, mit der sich beide Seiten unter anderem dazu verpflichten, Lieferketten für kritische Rohstoffe resilienter zu machen und Zukunftstechnologien zu schützen.

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