EU-Kommission genehmigt AVR-Übernahme

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Der geplante Kauf des niederländischen Abfallentsorgers AVR Afvalverwerking B.V. durch ein Konsortium unter Führung von Cheung Kong (Holdings) Limited, einem Konzern des chinesischen Milliardärs Li Ka Shing, hat von der Wettbewerbsdirektion der Europäischen Kommission grünes Licht erhalten. Die EU-Behörde teilte am Montag mit, dass die geplante Transaktion keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwerfe, da sie nur zu sehr beschränkten Überschneidungen führen werde. Die Prüfung des Zusammenschlusses erfolgte im vereinfachten Verfahren.

Die geplante Übernahme von AVR, dem nach eigenen Angaben führenden MVA-Betreiber der Niederlande mit einer Behandlungskapazität von 1,8 Mio Tonnen jährlich, war im Juni bekannt gegeben worden. Der Kaufpreis wurde damals auf 944 Mio € beziffert. Der derzeitige Eigentümer, der Entsorger Van Gansewinkel Groep, will durch den Verkauf Schulden abbauen und sich auf die Bereiche Müllabfuhr und Recycling konzentrieren.

Die beiden Hauptstandorte des Unternehmens befinden sich in Rotterdam und Duiven nahe der deutsch-niederländischen Grenze. Die AVR-Anlagen erzeugen jährlich rund 694 GWh Strom und 1.300 TJ Wärme. 2012 erwirtschaftete die AVR Afvalverwerking B.V. den Angaben zufolge Umsatzerlöse in Höhe von 256 Mio €. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen sowie außergewöhnlichen Posten (EBITDAE) soll bei 108 Mio € gelegen haben. AVR beschäftigt derzeit 434 Mitarbeiter.

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