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Wegen Kartellverdacht 55 Terabyte Daten bei österreichischen Entsorgern sichergestellt


Die Ermittlungen wegen möglicher kartellrechtswidriger
Absprachen in der österreichischen Abfallwirtschaft
könnten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
12.10.2021 − 

In Österreich dauern die Ermittlungen wegen möglicherweise kartellrechtswidriger Absprachen in der Entsorgungswirtschaft weiter an. Das erklärte ein Sprecher der Bundeswettbewerbsbehörde auf Anfrage. Die bei den Unternehmen sichergestellten Daten würden weiterhin ausgewertet. Angesichts der Menge von insgesamt 55 Terabyte benötige dies aber einige Zeit.

Bei der österreichischen Kartellbehörde ist man dennoch zuversichtlich, dass man das Verfahren in der nächsten Zeit abschließen kann. Denkbar sei das Jahresende, die Ermittlungen könnten sich aber auch noch bis ins nächste Jahr ziehen, so der Sprecher.

Die Bundeswettbewerbsbehörde hatte im März wegen des Verdachts von Preisabsprachen, Marktaufteilungen sowie Absprachen bei Ausschreibungen bei verschiedenen Entsorgern in Österreich Hausdurchsuchungen durchgeführt. Die Energie AG Oberösterreich, FCC Austria, Saubermacher und Brantner bestätigten damals Durchsuchungen betroffen gewesen zu sein. Auf Anfrage erklärte der Sprecher nun, dass sich die Ermittlungen auf etwa 20 in Österreich tätige Unternehmen beziehen.

Details zu möglichen Inhalten der Absprachen konnte er aufgrund der noch laufenden Ermittlungen nicht nennen. Dies gilt auch für mögliche Strafen gegen die beteiligten Unternehmen. Ob Anträge auf Verhängung einer Geldbuße gestellt werden, könne ebenfalls erst nach Abschluss der Ermittlungen entschieden werden, hieß es.

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