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Verbände treten gängigen Vorurteilen über Export von Secondhand-Kleidern entgegen

Secondhand-Kleider
Secondhand-Bekleidung hat positive Effekte in
den Empfängerländern, so die Verbände.
27.08.2021 − 

Eine Reihe von weltweit im Altkleiderhandel tätigen Verbänden hat zu vielfach verbreiteten "Mythen" über die Auswirkungen des internationalen Handels mit Secondhand-Bekleidung Stellung bezogen. Demnach sei es etwa ein weit verbreiteter Irrglaube, dass gebrauchte Kleidung, die in Entwicklungsländer exportiert wird, teilweise sofort entsorgt wird, stellen die Secondary Materials and Recycled Textiles Assoc. (SMART) aus den USA, der europäische Dachverband EuRIC Textiles, der britische Verband TRA (Textile Recycling Association) und der Weltrecyclingverband Bureau of International Recycling (BIR) klar.

Der Vorwurf, wonach Altkleider in den Empfängerländern entsorgt würden, sei nicht haltbar. Vielmehr werde Gebrauchtkleidung, die nicht direkt auf dem Markt verkauft wird, einfach in der Lieferkette weitergereicht und schließlich auf anderen kleineren Märkten in der Region verkauft. Kein Unternehmen, so das gewichtigste Argument, gebe Geld für die Verpackung, den Versand und den Vertrieb eines Produkts aus, nur damit es auf einer Mülldeponie lande.

Die Gebrauchtkleidungsindustrie wachse gerade jetzt als Reaktion auf umweltbewusste Verbraucher und die steigende Nachfrage nach erschwinglichen Produkten. In vielen Fällen seien die gebrauchten Kleidungsstücke auch von höherer Qualität und hielten länger als billige neue Produkte, so die Verbände.

Positive Beschäftigungseffekte

Hinsichtlich der positiven Beschäftigungseffekte stützten sich die Verbände auf eine Anfang März dieses Jahres veröffentlichte Studie des Institute of Economic Affairs über die Altkleiderindustrie und deren Beitrag zur kenianischen Wirtschaft. Kenia gilt als einer der größten Importeure von Gebrauchtkleidung in Afrika.

Der Studie zufolge sei die Textilindustrie für gebrauchte Kleidung für die kenianische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung, da sie zwei Millionen Menschen direkt beschäftige und zudem Tausende von Arbeitsplätzen in Nebensektoren wie dem Transportgewerbe sichere. Das entspreche geschätzten zehn Prozent der erweiterten Erwerbsbevölkerung. Einerseits verbessere die Secondhand-Bekleidungsindustrie damit den Lebensstandard von zwei Millionen Menschen direkt, andererseits seien die Verbraucher auf preiswerte Kleidung angewiesen, so die Verbände.

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