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Veolia/Suez: Pariser Gericht ordnet Aussetzung von Transaktion an


Ein Pariser Gericht hat heute in einer einstweiligen Verfügung
die Aussetzung der Transaktion zwischen Engie und Veolia angeordnet.
09.10.2020 − 

Die Beteiligung des französischen Umweltkonzerns Veolia an seinem Wettbewerber Suez ist vorerst in der Schwebe. Ein Pariser Gericht hat am Freitag in einer einstweiligen Verfügung die Aussetzung der Transaktion angeordnet. Dies gab der Ableger der Gewerkschaft CGT der französischen Wasseraktivitäten von Suez bekannt.

Der Energieversorger Engie hatte am Montag zugestimmt, ein Aktienpaket im Umfang von 29,9 Prozent der Suez-Anteile für 3,4 Mrd € an Veolia zu verkaufen. Veolia will in einem zweiten Schritt Suez durch ein öffentliches Angebot vollständig erwerben. Suez wertet das Vorgehen des Konkurrenten als feindlichen Übernahmeversuch.

Das Pariser Gericht hat die Transaktionen nun auf Antrag Suez-Betriebsräten ausgesetzt. Die Anordnung besteht nach Angaben der Nachrichtenagenturen AFP und Reuters so lange, bis die Arbeitnehmergremien über die Entscheidungen Veolias „informiert und konsultiert“ wurden. Dieses Verfahren könnte nach Einschätzung französischer Medien zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen. Die Arbeitnehmervertreter können die Transaktion jedoch nicht zu Fall bringen oder verbieten lassen.

Veolia kündigte noch am Abend an, gegen die Entscheidung Berufung einlegen zu wollen. Die Entscheidung der Pariser Richter habe keine rechtliche Grundlage, erklärte der Konzern. Die einstweilige, vorläufige und von einem Einzelrichter erlassene Anordnung beruhe auf so genannten „Entscheidungen“ zwischen Veolia und Engie vom 30. August, die aus Sicht des Unternehmens in dieser Form nicht existierten.

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