|  
International» weitere Meldungen

Veolia/Suez: Britische Wettbewerbsbehörde befürchtet Nachteile für Kommunen


Veolia und Suez haben nur fünf Tage Zeit, um die
Bedenken der britischen Kartellbehörde auszuräumen.
08.12.2021 − 

Die britische Kartellbehörde befürchtet, dass die geplante vollständige Übernahme von Suez durch Veolia den Wettbewerb auf dem Entsorgungsmarkt verringern und insbesondere für Kommunen zu Nachteilen führen wird. Die CMA (Competition and Markets Authority) setzte den beiden Umweltdienstleistern am 7. Dezember eine Frist von fünf Werktagen, um Vorschläge vorzulegen, die diese Bedenken ausräumen. Falls diese aus ihrer Sicht nicht geeignet sind, wird die Behörde die vertiefte Prüfung der Transaktion eröffnen.

Die CMA hat nach eigener Aussage verschiedene Beschwerden von Kunden und anderen Marktteilnehmern über den geplanten Zusammenschluss erhalten. Sie hat mehrere Bereiche identifiziert, in denen „realistische Aussichten“ bestehen, dass die Transaktion den Wettbewerb beeinträchtigen und zu höheren Preisen für Kommunen und damit höheren Kosten für die Steuerzahler führen könnte.

Lokal schwächerer Wettbewerb bei der Müllverbrennung

Zu diesen betroffenen Bereichen, in denen landesweit eine erhebliche Abschwächung des Wettbewerbs droht, gehören nach Angaben der Behörde die Abfuhr von nicht gefährlichen Gewerbe-, Industrie- und Siedlungsabfällen, Betrieb und Wartung von energetischen Verwertungsanlagen, die in kommunalem Eigentum stehen, und „komplexe Entsorgungsaufträge“, die von Kommunen ausgeschrieben werden. Auf lokaler Ebene befürchtet die CMA auch erhebliche Wettbewerbsminderungen bei der Verbrennung von nicht gefährlichen Abfällen und bei der Kompostierung von Bioabfällen in offenen Mieten.

„Jeder in Großbritannien nutzt in irgendeiner Weise Entsorgungs- und Recyclingdienste“, sagte Andrea Coscelli, der Leiter der CMA „Deshalb ist es wichtig, dass dieser Deal einer detaillierteren Prüfung unterzogen wird, wenn unsere Bedenken nicht ausgeräumt werden“.

 

Coscelli verwies auf die „Hunderte Millionen Pfund“, die von Kommunen für die Abfallbewirtschaftung aufgewendet würden. Jede Verminderung des Wettbewerbs in diesem Markt könnte zu höheren Preisen für die Kommunen führen, für die Steuerzahler dann die Rechnung übernehmen müssten, und zu weniger Innovation, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − AVR übernimmt AEB Amsterdam

Scholz-Geschäftsführer und Chiho-CEO Suchan freigestellt  − vor