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Veolia mit geringfügig mehr Umsatz im Entsorgungsgeschäft


Konzernchef Frérot berichtet von „solidem Wachstum“ im
Januar und Februar, bevor auch Veolia ab März unter den
Auswirkungen der Coronakrise zu leiden hatte.
07.05.2020 − 

Die Abfallsparte des französischen Umweltkonzerns Veolia hat im ersten Quartal weltweit einen Umsatz von 2,47 Mrd € erwirtschaftet. Dies ist ein geringfügiger Zuwachs von 0,6 Prozent, die organische Zuwachsrate beträgt lediglich 0,2 Prozent, wie aus dem Quartalsbericht des Unternehmens hervorgeht.

Das Geschäftsjahr hatte nach den Worten von Konzernchef Antoine Frérot gut begonnen, mit einer Fortsetzung des „soliden Wachstums“ der letzten Jahre im Januar und Februar. Die Auswirkungen der Coronakrise waren den Angaben zufolge im ersten Quartal noch begrenzt, schlugen sich aber bereits in rückläufigen Umsätzen und Ergebnissen nieder. Der Konzernumsatz verringerte sich um rund zwei Prozent auf 6,6 Mrd €, das laufende Nettoergebnis bereinigt um Veräußerungsgewinne um 38 Prozent auf 117 Mio €.

Deutlich höhere Einsparungen

Um den wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise zu begegnen, hat Veolia das konzernweite Einsparungsziel für 2020 um 200 Mio € angehoben. Das bisherige Kostensenkungsprogramm sah bereits ein Ziel von 250 Mio € für das Jahr vor. Gleichzeitig wird der Konzern die Investitionen um 500 Mio € reduzieren. Das verbleibende Budget von zwei Mrd € ist vorrangig für Wachstumsprojekte vorgesehen.

Die Entsorgungsaktivitäten Veolias erzielten im Heimatmarkt Frankreich im zurückliegenden Quartal einen Umsatz von 608 Mio €, was einem Rückgang um rund vier Prozent entspricht. Der Konzern führt das Minus vorwiegend auf niedrigere Mengen im Bereich Gewerbe- und Industrieabfälle ab März zurück und auf rückläufige Mengen und Preise bei den Sekundärrohstoffen, insbesondere Altpapier. In Deutschland beobachtete Veolia ebenfalls einen Rückgang der Gewerbe- und Industrieabfallmengen.

Britisches Deponiegeschäft profitiert von niederländischer Importsteuer

Für die britischen Entsorgungsaktivitäten meldet das Unternehmen „sehr gute Mengen und Preise für die Deponierung“ vor dem Hintergrund reduzierter Ausfuhren in die Niederlande aufgrund einer „Importsteuer“. Veolia bezieht sich damit auf die seit Jahresbeginn geltende Ausweitung der Müllverbrennungssteuer von derzeit rund 33 € pro Tonne auf importierte Abfälle. Diese Entwicklung bestätigt die Warnungen niederländischer Entsorger und britischer Exporteure, die Ausweitung der Steuer werde ausländische Abfälle aus der energetischen Verwertung in den Niederlanden in die Beseitigung im Ursprungsland drängen.

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