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Veolia kündigt Rückzug von Antoine Frérot als CEO an

Estelle Brachlianoff
Die designiertre Veolia-Chefin Estelle Brachlianoff
will den Konzern als Referenzunternehmen positionieren.
12.01.2022 − 

Der französische Umweltkonzern Veolia wird seine Unternehmensleitung neu ordnen, um "die Entstehung des Weltmarktführers für den ökologischen Wandel zu unterstützen", wie das Unternehmen mitteilte. Konzernchef Antoine Frérot wird sich mit Auslaufen seines Mandats von der Funktion des CEO zurückziehen.

Seine Nachfolge in dieser Position soll am 1. Juli 2022 Estelle Brachlianoff antreten, die aktuell als COO das operative Konzerngeschäft leitet. Frérot wird allerdings Veolia weiterhin als Präsident des Verwaltungsrates begleiten. Diese nicht am aktiven Management beteiligte Funktion wird ab Jahresmitte von der des CEO getrennt werden.

Brachlianoff habe durch ihre "beispielhafte Laufbahn" in Frankreich wie auch auf internationaler Ebene bewiesen, dass sie alle erforderlichen Eigenschaften besitze, um den Konzern zu führen und "in seiner Ambition für den ökologischen Wandel zu begleiten", sagte Antoine Frérot.

Brachlianoff will Veolia als Referenzunternehmen positionieren

Brachlianoff bezeichnete Veolia als "umfassend umgewandelt, vereint und mehr denn je in der Lage, in jedem seiner Geschäftsbereiche die Führungsrolle zu übernehmen". Sie kündigte an, den Einsatz des Konzerns für eine Positionierung als das Referenzunternehmen fortzuführen, mit dem öffentliche und privatwirtschaftliche Kunden "ihren ökologischen Wandel vorantreiben wollen".

Estelle Brachlianoff ist seit 2013 Mitglied des Direktoriums von Veolia und wurde im Juli 2018 zum COO ernannt. Den Angaben zufolge arbeitet sie seit 2005 für den Konzern und wurde 2007 zur Leiterin des damaligen Bereichs Industriereinigung und Facility Management der Gruppe ernannt, bevor sie 2010 die Leitung der Entsorgungsaktivitäten in der Region Ile-de-France übernahm. Zwischen 2012 und der Ernennung zum COO war sie als Senior Vice-President für das gesamte Konzerngeschäft in Großbritannien und Irland verantwortlich.

Veolia und "Neues Suez" unter weiblicher Führung

Mit ihrer Ernennung werden ab diesem Jahr die beiden größten Umweltdienstleister Frankreichs unter weiblicher Führung stehen. Im Dezember wurde Sabrina Soussan als künftige Generaldirektorin des "Neuen Suez" designiert, der Aktivitäten, die im Zuge der Übernahme von Suez durch Veolia ausgegliedert und von einem Investorenkonsortium übernommen werden.

Soussan war bis Jahresende 2021 Chefin der auf Schliesstechnik und Zutrittssysteme spezialisierten deutsch-schweizerischen Unternehmensgruppe Dormakaba. Zuvor war sie in verschiedenen Führungspositionen für Siemens tätig, zuletzt als Ko-CEO der Siemens Mobility GmbH.

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