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Suez: Umsatzrückgang und hohe Sonderbelastung durch Coronakrise


Die deutschen Recyclingaktivitäten von Suez hätten sich
in der Krise recht widerstandsfähig gezeigt.
02.07.2020 − 

Auch die Geschäfte des französischen Umweltkonzerns Suez waren im ersten Halbjahr stark von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen. Für den Bereich „Recycling & Recovery“ erwartet der Konzern für das erste Halbjahr einen Rückgang der Umsätze auf „organischer Basis“ um rund acht Prozent. Da die Erlöse im ersten Quartal nur minimal unter dem Vorjahreswert lagen, betraf der Rückgang vor allem das zweite Quartal und dabei insbesondere die Monate April und Mai.

In Kontinentaleuropa hätten sich die Aktivitäten im Recyclingbereich allerdings fast auf dem Niveau des Vorjahres bewegt, berichtet der Konzern. So sei das Deponievolumen in Frankreich lediglich um zwei Prozent zurückgegangen. Auch die Geschäfte von Suez in Deutschland und den Niederlanden hätten sich in der Krise recht widerstandsfähig gezeigt. In Großbritannien würden die Mengen ebenfalls wieder zunehmen, der Ausstieg aus dem Shutdown sei dort aber bisher nur zum Teil vollzogen worden, schränkt der Konzern ein.

Für den Gesamtkonzern seien im April und Mai die Tiefpunkte bei Umsatz und Rentabilität erreicht worden. Der Juni habe hingegen eine deutliche Verbesserung der Aktivitäten gezeigt, berichtet Suez. Insgesamt rechnet der Konzern für das erste Halbjahr mit einem organischen Rückgang der Umsätze um rund sechs Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll sich auf etwa 320 bis 330 Mio € summieren. Hierin nicht enthalten sind allerdings enorme einmalige Kosten.

Konzernumbau und Pandemie sorgen für Zusatzbelastung von über 500 Mio €

So beliefen sich die Kosten und Abschreibungen für die Umsetzung der Konzernstrategie „Shaping Suez 2030“ im ersten Halbjahr auf rund 270 Mio €. Diese Aufwendungen seien aber größtenteils nicht zahlungswirksam, betont der Konzern. Ähnlich hoch waren die zusätzlichen Belastungen durch die Folgen der Pandemie. Diese einmaligen Kosten schätzt Suez für das erste Halbjahr auf 270 bis 290 Mio €. Diese zusätzlichen Kosten hängen vor allem mit Aufwendungen zur Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit, mit Risiken im Zusammenhang mit Betriebsunterbrechungen sowie Verzögerungen beim Forderungseinzug zusammen, heißt es.

Konzernchef Bertrand Camus erklärte, dass man sich angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen „mehr denn je“ auf die Umsetzung der Strategie „Shaping Suez 2030“ konzentriere und möglicherweise einige Maßnahmen des Plans vorziehen werde. „Wir werden gegebenenfalls die Umstrukturierung unserer Aktivitäten beschleunigen, Aspekte unserer Geschäfte anders wieder aufnehmen und uns schneller aus Nicht-Kernaktivitäten zurückziehen.“

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