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Suez schließt 2020 mit dreistelligem Millionenverlust ab


Unter anderem aufgrund der Coronakrise muss Suez für
2020 einen Verlust von 228 Mio € verbuchen.
26.02.2021 − 

Die Coronakrise und andere außerordentliche Belastungen haben deutliche Spuren in den Geschäftszahlen des französischen Umweltkonzerns Suez hinterlassen. Das Unternehmen meldete heute in Paris einen Nettoverlust nach Minderheitsbeteiligungen von 228 Mio € für das Geschäftsjahr 2020. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern einen Überschuss von 352 Mio € erzielt. Der Jahresumsatz von Suez ist im gleichen Zeitraum um 4,5 Prozent gesunken, von 18,0 Mrd € auf 17,2 Mrd €.

Die Entsorgungsaktivitäten des Konzerns verzeichneten in Europa einen Umsatzrückgang um ebenfalls 4,5 Prozent auf rund sechs Mrd €. Im asiatisch-pazifischen Raum gab es dagegen nur eine Abnahme um knapp ein Prozent auf rund eine Mrd €. Beide Regionen erzielten in der zweiten Jahreshälfte wieder organisches Umsatzwachstum. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) des Geschäftsbereichs erreichte 275 Mio € und fiel damit ein Drittel niedriger aus als im Vorjahr.

Verwaltungsrat lehnt Übernahmeangebot von Veolia ab

Der Konzern teilte außerdem mit, dass sein Verwaltungsrat das Übernahmeangebot seines Konkurrenten Veolia geprüft und einstimmig festgestellt habe, dass „die Voraussetzungen für eine positive Aufnahme eines solchen Projekts nicht gegeben“ seien. Begründet wird die Ablehnung unter anderem damit, dass das Anfang Januar vorgelegte Angebot Veolias in Höhe von 18 € pro Suez-Aktie nicht dem intrinsischen Wert des Unternehmens entspreche sowie mit erheblichen Ausführungsrisiken für Kunden und Aktionäre verbunden sei.

Suez erneuerte auch die Warnung, dass das gesellschaftliche Interesse bei einer Zerschlagung des Konzerns auf der Strecke bleibe. „Der Wettlauf um Größe bringt keinen entscheidenden Vorteil im Bereich der systemrelevanten Aktivitäten. Er stärkt nicht die technologische Entwicklung, die Servicequalität und die Agilität, die heute die Stärken der Suez-Gruppe sind“, so der Konzern. Der Verwaltungsrat wird nun eine offizielle begründete Stellungnahme ausarbeiten und der französischen Börsenaufsichtsbehörde AMF übermitteln.

Den kompletten Bericht zu den Geschäftszahlen von Suez sowie zum aktuellen Stand rund um die Übernahmepläne von Veolia lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 09/2021.  Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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