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Suez nimmt neue Recyclinganlage für Photovoltaikmodule in Betrieb


(Symbolbild)
07.09.2018 − 

Der französische Entsorgungskonzern Suez hat in Knittlingen im baden-württembergischen Enzkreis eine neue Anlage zum Recycling von siliziumbasierten Solarmodulen in Betrieb genommen. Mittels eines neuen Recyclingprozesses, der mechanische, thermische und elektrochemische Verfahren kombiniert, könnten jährlich bis zu 50.000 Altmodule recycelt und die darin enthalten Rohstoffe in den Materialkreislauf zurückgeführt werden, teilte das Unternehmen heute mit.

Bei bisherigen Recyclingprozessen könnten lediglich das Glas, das Aluminium aus den Rahmen und das in den Kabeln enthaltene Kupfer der Altmodule verwertet werden, erklärt Suez. Die neue, „weltweit einzigartige Anlage“ ermögliche nun die Rückgewinnung von 90 Prozent der enthaltenen Materialien. „Mit unserem neuen Verfahren wird eine bisher nicht dagewesene Rohstoffquelle für Edelmetalle erschlossen“, so Herman Snellink, Geschäftsführer der Suez Deutschland GmbH.

Das Unternehmen rechnet damit, dass aufgrund des starken Zubaus an Photovoltaikmodulen in den letzten 25 Jahren spätestens ab 2020 in Deutschland große Mengen an Altmodulen entsorgt werden müssen. „Die Zahl der zu verwertenden Altmodule werden unseren Schätzungen zufolge alleine in Deutschland bis 2026 auf 50.000 Tonnen pro Jahr steigen und sich bis 2040 noch einmal auf 200.000 Tonnen vervierfachen“, so Snellink.

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