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Stahlschrottexporte der EU 2019 auf neuem Rekordstand


Stahlschrott-Exporte nach Ägypten, Indien
und Bangladesch stark ansteigend.
05.03.2020 − 

Die Staaten der Europäischen Union haben im Jahr 2019 insgesamt 21,8 Mio Tonnen Stahlschrott im Wert von 6,0 Mrd € in Länder außerhalb der EU (Drittstaaten) exportiert. Das bisherige Rekordniveau des Vorjahres (21,7 Mio t für 6,4 Mrd €) wurde damit nochmals leicht übertroffen, wie aus aktuellen, noch vorläufigen Zahlen von Eurostat hervorgeht. Insbesondere die Lieferungen nach Ägypten sowie nach Indien und Bangladesch haben stark zugenommen.

Die Eurostat-Statistik beinhaltet letztmals aggregierte Daten zum Außenhandel der EU-28. Aufgrund des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU ist die zusammengefasste Berichterstattung seit Februar 2020 auf die EU-27 begrenzt, informiert die Europäische Statistikbehörde auf ihrer Homepage.

Türkei mit Abstand wichtigster Abnehmer

Mit Abstand wichtigster Abnehmer europäischen Stahlschrotts war 2019 erneut die Türkei. Die Ausfuhren der EU-28 in die Türkei reduzierten sich im Berichtsjahr allerdings leicht von 12,1 auf 12,0 Mio Tonnen. Vor allem das Vereinigte Königreich (2,1 Mio t; -15 Prozent) und Belgien (1,4 Mio t; -29 Prozent) lieferten erheblich weniger Stahlschrott in die Türkei als 2018. Von 2,4 auf 3,1 Mio Tonnen gestiegen sind dagegen die niederländischen Stahlschrottexporte gen Türkei.

Deutliche Mengenzuwächse zeigt die Eurostat-Statistik 2019 insbesondere für den EU-Exporthandel nach Ägypten und Indien. Mit einer Importmenge von 2,0 Mio Tonnen (Vorjahr: 1,6 Mio t) verteidigte Ägypten den zweiten Platz der wichtigsten Absatzmärkte für europäische Stahlschrott-Exporteure. Dahinter, auf Platz drei, folgt Indien, das im vergangenen Jahr rund 1,9 Mio Tonnen und damit gut 330.000 Tonnen mehr Stahlschrott aus der EU importierte.

Eine ausführliche Auswertung der europäischen sowie auch der deutschen Außenhandelsstatistik für Stahlschrott lesen Sie lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 11/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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