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Stadler übernimmt Mehrheit an Schweizer Anlagenbauer WeeeSwiss Technology


E-Schrott ist das weltweit am
schnellsten wachsende Abfallsegment
07.09.2020 − 

Die Stadler Anlagenbau GmbH erweitert ihr Angebot auf den Bereich Altgeräterecycling. Das Unternehmen gab vergangene Woche den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung an dem Schweizer Maschinen- und Anlagenbauer WeeeSwiss Technology AG bekannt. Über die genaue Höhe des Anteils und über den Kaufpreis machte Stadler keine Angaben.

„WeeeSwiss passt perfekt zu Stadler“, sagte, Willi Stadler, der Geschäftsführer des Anlagenbauers. Die Verwertung von Elektronikschrott sei ein Sektor, der in der Recyclingbranche zunehmend an Bedeutung gewinne. Er unterstrich die Vorteile der Kombination der Expertise der WeeeSwiss Technology AG in Hinblick auf Recyclinganlagen für E-Schrott und des weltweiten Vertriebs- und Service-Netzwerks von Stadler, dem Projektmanagement und der Erfahrung des Unternehmens im Bau großer Sortieranlagen.

Elektronikschrottrecycling gewinnt nach den Worten von Jochen Apfel, dem CEO von WeeeSwiss, jeden Tag an Bedeutung: „Die Nachfrage treibt die Rohstoffpreise in die Höhe, sodass sich Investitionen in eine Recyclinganlage schnell amortisieren. In aller Welt erkennen Länder die Vorteile der Aufarbeitung von Elektronikschrott und das daraus resultierende Geschäftspotenzial“. WeeeSwiss sei zusammen mit Stadler „in der idealen Position, den Anforderungen dieses anspruchsvollen Marktes mit den marktführenden WEEE-Recyclinganlagen gerecht zu werden“, sagte Apfel.

WeeeSwiss verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Branche und bietet umfassende EPC-Dienstleistungen (Engineering, Procurement and Construction) an. Das Unternehmen schult außerdem das Anlagenpersonal an und unterstützt Kunden bei der Vermarktung der gewonnenen Fraktionen. Dazu gehören den Angaben zufolge Marktforschung, Machbarkeitsstudien, Besuche bei potenziellen Kunden sowie Abnahmevereinbarungen zur Förderung des Verkaufs der gewonnenen Fraktionen.

Zusammen wollen die beiden Unternehmen nach Angaben von Stadler neue Lösungen, Verfahren und Technologien für das Altgeräterecycling entwickeln. Ihre Arbeit werde dabei von den Ressourcen der Innovations- und Testzentren von Stadler in Altshausen und im slowenischen Krsko profitieren und könne auf bestehenden Kooperationen von WeeeSwiss mit Schweizer Universitäten aufbauen.

Stadler beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 450 Mitarbeiter. Laut dem letzten verfügbaren Jahresabschluss erwirtschaftete die Stadler Anlagenbau GmbH 2018 einen Umsatz von fast 87 Mio € und einen Jahresüberschuss von rund acht Mio €.

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