|  
International» weitere Meldungen

Schrottpreisverfall im Herbst lässt Sims-Ergebnis einbrechen


Sims-CEO Alistair Field: „Herausfordernde Zeiten“.
20.02.2020 − 

Der australisch-amerikanische Recyclingkonzern Sims Metal Management hat in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres 2019/20 (1.7.-31.12.) deutliche Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis verbucht. Die Erlöse verringerten sich um 19 Prozent auf 2,71 Mrd Australische Dollar (ca. 1,68 Mrd €). Das Nettoergebnis drehte von einem Gewinn von 77 Mio AUD im Vorjahreszeitraum in einen Verlust von 91 Mio AUD zwischen Juli und Dezember 2019.

Ursache für den Rückgang seien der rapide Einbruch der Stahlschrottpreise im September 2019 sowie die historisch niedrigen Preise für geshredderte NE-Metalle aus Altfahrzeugen (Sorte Zorba). Beide Faktoren hätten die Margen gesenkt. Sims-CEO Alistair Field sprach anlässlich der Vorlage der Halbjahreszahlen am Dienstag von einer für alle Recyclingunternehmen weltweit „herausfordernden Zeit“.

In Geschäftsbereich UK Metals meldete Sims Einnahmen von 488 Mio AUD, was einem Rückgang von fast 17 Prozent entspricht. Das europäische Schrottgeschäft des Konzerns verzeichnete im ersten Geschäftshalbjahr einen um Sondereinflüsse bereinigten Betriebsverlust von 28,4 Mio AUD, verglichen mit einem Überschuss von 6,8 Mio AUD im Vorjahreszeitraum. Sims erklärte, dass das Unternehmen nach „schwierigen Managementbedingungen im ersten Finanzquartal“ eine Umstrukturierung des britischen Schrotthandels in Angriff genommen und elf Standorte geschlossen habe. Das Unternehmen operiere nun von vier größeren Standorten aus, die zusammen in der Lage seien, Mengen auf dem Niveau des Vorjahres zu verarbeiten.

Trotz des Rentabilitätsrückgangs bestätigte der Recyclingkonzern seine bisherigen Ergebnisprognosen für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres. Für die Zeit Januar bis Juni 2020 erwartet Sims demnach ein Ebit von 40 bis 60 Mio AUD – bereinigt um den geplanten Verkauf des europäischen E-Schrottgeschäfts an die Remondis-Tochter TSR. Dem Ausblick liegt allerdings eine Reihe günstiger Annahmen bezüglich des Schrotteinkaufs, der Erholung der türkischen Wirtschaft und der Auswirkungen des Corona-Virus auf die Schrottmärkte zugrunde.

Den ausführlichen Bericht zu den Halbjahreszahlen von Sims lesen Sie lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 09/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits ab Dienstag, 14 Uhr als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Altpapierverbrauch in Europa leicht rückläufig

Coronavirus: China behandelt Abfälle mit Mikrowellen  − vor