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Scholz-Mutter meldet deutlich verbesserte Geschäftszahlen


(Symbolbild)
29.08.2018 − 

Die Chiho Environmental Group (CEG) hat die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres mit deutlich höheren Umsätzen und Gewinnen abgeschlossen. Die Umsätze des chinesischen Konzerns, der seit der Übernahme des deutschen Stahlschrottrecyclers Scholz auch in Europa und den USA tätig ist, stiegen in den ersten sechs Monaten um ein Viertel auf rund 11,1 Mrd Hongkong-Dollar, was bei aktuellen Umrechnungskursen ungefähr 1,2 Mrd € entspricht.

Der Umsatzanstieg ist vor allem auf die höheren Absatzmengen in Europa zurückzuführen, die den Rückgang in Asien ausgleichen konnten, berichtet CEG im aktuellen Zwischenbericht. Darüber hinaus habe man aber auch von der kontinuierlichen Erholung der Eisen- und Nichteisenpreise profitieren können, die nach dem Tiefpunkt im vierten Quartal 2016 in der ersten Hälfte des laufenden Jahres ein neues Vierjahreshoch erreichten.

Mit umgerechnet rund 850 Mio € entfielen mehr als 70 Prozent der Umsätze auf das Europageschäft. Scholz konnte die Erlöse hier somit um mehr als 40 Prozent steigern. Auch die früheren US-Tochtergesellschaften des Essinger Stahlschrottrecyclers konnten ihre Geschäfte unter dem neuen chinesischen Eigentümer ausbauen. Im Nordamerikageschäft von CEG stiegen die Umsätze im ersten Halbjahr um knapp 20 Prozent auf etwa 140 Mio €.

Insgesamt setzte Chiho im Zeitraum von Januar bis Juni 2,75 Mio Tonnen ab – ein Plus von über 300.000 Tonnen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Europa-Geschäft stiegen die Absatzmengen um 20 Prozent auf 2,27 Mio Tonnen. In den USA wurden unverändert 300.000 Tonnen abgesetzt. Von der Gesamtabsatzmenge des Konzerns entfielen im ersten Halbjahr 85 Prozent auf Stahlschrott und acht Prozent auf Nichteisen-Metalle, der Rest waren sonstige Materialien.

Scholz trägt zur positiven Ergebnisentwicklung bei

Auch auf der Ergebnisseite meldet CEG im Zwischenbericht deutlich verbesserte Zahlen. So stieg der Bruttogewinn in der ersten Jahreshälfte um ein Viertel auf umgerechnet rund 140 Mio €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich sogar um fast 40 Prozent auf knapp 70 Mio €. Unter dem Strich stand für die ersten beiden Quartale ein Periodengewinn von fast 40 Mio € – eine Verbesserung um mehr als die Hälfte gegenüber dem Vorjahr.

Neben dem Mengenwachstum in Europa haben auch die höhere Rohertragsmenge auf den asiatischen Heimatmärkten sowie Synergieeffekte zwischen den Aktivitäten in Europa, Nordamerika und Asien zur Ergebnisverbesserung beigetragen, berichtet der Konzern.

Das EBIT der europäischen Aktivitäten von CEG stieg im ersten Halbjahr um mehr als ein Drittel auf umgerechnet rund 30 Mio € an. Durch die strategische Konzentration auf die wichtigsten Kunden und Lieferanten sowie die verbesserte finanzielle Situation habe Scholz im Berichtszeitraum einige ehemalige Lieferanten und Kunden zurückgewinnen können, berichtet der chinesische Konzern weiter.

Der Schrottrecycler Scholz schätzt auch die Zukunftsaussichten positiv ein. Dank der Unterstützung der chinesischen Muttergesellschaft habe man die turbulenten Zeiten hinter sich gelassen und stehe finanziell wieder auf soliden Beinen, erklärte der neue Scholz-Chef Klaus Hauschulte Ende Juli.

Den kompletten Bericht dazu lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 36/2018. Der Text steht zudem bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

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