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Saubermacher will die Entsorgung digitalisieren

Entsorger per App rufen? Saubermacher will das auch in Deutschland ermöglichen.
Bild: Saubermacher
07.08.2017 − 

Der österreichische Entsorger Saubermacher will mit einer neuen App die Entsorgung von Baustellenabfällen digitalisieren. Wie Saubermacher mitteilte, ist Wastebox in Österreich bereits seit September 2016 am Markt und dort inzwischen eine Größe im Bereich der Baustellenentsorgung.

Diesen Erfolg will Saubermacher, der das digitale Geschäft inzwischen in die hundertprozentige Tochter Pink Robin GmbH ausgegliedert haben, nun in Deutschland wiederholen. Mit zwei Partnerunternehmen seien bereits Verträge für die Einführung von Wastebox am deutschen Markt unterzeichnet worden. Losgehen soll es hierzulande noch in diesem Jahr, hofft man in der Steiermark.

"Uber für die Abfallwirtschaft"

Saubermacher preist Wastebox in seiner Pressemitteilung als den „größten flächendeckenden 24/7-Baustellenentsorger Österreichs“ an. Doch diese Beschreibung dürfte nicht ganz korrekt sein, denn letztlich ist Wastebox eher eine Art Vermittler – ähnlich wie Lieferando im Bereich der Restaurant-Lieferdienste, Uber bei der Personenbeförderung oder HRS bei der Hotelreservierung. All diese Unternehmen verdienen ihr Geld ausschließlich mit der Vermittlung und bewegen sich damit an der Schnittstelle zwischen Dienstleister und potenziellem Kunden. Die eigentliche Leistung erbringen andere.

Saubermacher verspricht, dass die Bedienung der für iOS- und Android-Systeme erhältlichen Smartphone-App für den Kunden kinderleicht ist. Dabei soll sich Wastebox an den Vorbildern im Bereich der digitalen Vermittlung in anderen Branchen orientieren. Hat beispielsweise ein Bauunternehmer einen Haufen Baustellenabfall zu entsorgen, ruft er die Wastebox-App auf und gibt die Abfallart wie beispielsweise Altholz an sowie die zu entsorgende Menge.

Fixer Prozentsatz Provision für die Vermittlung

Anschließend erhalten die nächstgelegenen Entsorgungsfahrzeuge eine Benachrichtigung über den zu vergebenen Auftrag. Diesen Auftrag können die Fahrer per Smartphone annehmen und sich anschließend auf dem Weg zur Baustelle begeben. Der Kunde kann per Karte auf dem eigenen Handy verfolgen, wo sich das Entsorgungsfahrzeug gerade befindet.

Die Saubermacher-Tochter Pink Robin wird – wie im digitalen Geschäft üblich – für jeden vermittelten Auftrag eine Provision erhalten. Wie hoch diese Vermittlergebühr sein wird, wollte Saubermacher auch auf Nachfrage nicht mitteilen. Es handele sich dabei jedoch um einen „fixen Prozentsatz“, hieß es aus der Steiermark.

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