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Remondis gibt Angebot für Beteiligung an "New Suez" ab

Remondis Fahnen
Beteiligt sich Remondis an der neuen Suez?
10.05.2021 − 

Der Entsorger Remondis hat ein Angebot für eine Beteiligung an der "neuen Suez" abgegeben. Am vergangenen Freitag hat Remondis in einem Schreiben an Philippe Varin und Bertrand Camus, dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden von Suez, ein Angebot für eine langfristige Minderheitsbeteiligung am Kapital von "New Suez" bekanntgegeben, teilte Remondis mit. Im Vorfeld hatte es den Angaben zufolge mehrere Gespräche zwischen den Top-Managements der beiden Konzerne gegeben.

Ein Interesse von Remondis, sich an dem neuen Suez-Konzern zu beteiligen, war bereits vor einiger Zeit durchgesickert. Nun heißt es auch von offizieller Seite, dass Remondis 20 Prozent der ursprünglich für europäische Investoren vorgesehenen, aber nach dem Rückzug von Ardian verfügbar gewordenen Aktien zeichnen möchte. Darüber hinaus sei Remondis bereit, seinen Anteil auf bis zu 40 Prozent des Kapitals zu erhöhen. "Remondis unterstützt und akzeptiert den Grundsatz, dass die Mehrheit des Kapitals in der Hand französischer Aktionäre bleibt", heißt es in der Mitteilung.

Für die Durchführung dieser Transaktion sei keine externe Finanzierung erforderlich, zitiert der Remondis-Konzern aus dem Schreiben seines Vorstandsvorsitzenden Ludger Rethmann. Darüber hinaus werde es bei dieser Transaktion keine kartellrechtlichen Probleme geben, ist sich der Remondis-Chef sicher.

Remondis will seine internationalen Wasseraktivitäten einbringen

Remondis bietet den Franzosen nicht nur eine Kapitalbeteiligung an. Die Lünener wollen im Falle eines Deals ihre internationalen Wasseraktivitäten in den "New Suez" genannten Konzern einbringen. Auch das französische Abfallgeschäft will Remondis auf die neue Suez übertragen. Remondis unterstütze darüber hinaus die für die neue Suez vorgesehene geografische Ausdehnung vollumfänglich: Die neue Suez wäre unter anderem in den europäischen Staaten Frankreich, Italien und Tschechien aktiv sowie in Asien, Australien und Neuseeland.

Die Westfalen wollen auch ihre Aktivitäten im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation bündeln. Unter anderem nennt Remondis die Phosphor-Rückgewinnung aus Abwasser.

Langfristige Beteiligung angestrebt

Remondis strebt nach eigenen Angaben eine langfristige Beteiligung an und will sich zu einem Investitionshorizont von 20 Jahren verpflichten. Damit sei eine "europäische Aktionärsbasis" der neuen Suez garantiert. "Remondis verpflichtet sich, die Integrität der Gruppenaktivitäten von New Suez zu wahren und jeden Versuch zu verhindern, strategische und langfristige Vermögenswerte im Ganzen oder in Teilen zu zerschlagen", heißt es in der Mitteilung von Remondis.

Zusammen mit den anderen zukünftigen Mitgesellschaftern will Remondis alle Beschäftigungs- und Sozialleistungen für einen Zeitraum von mindestens vier Jahren nach Abschluss der geplanten Transaktion garantieren. Außerdem akzeptiere Remondis voll und ganz die Entscheidungen, die in Bezug auf den Anteil der Mitarbeiter am Kapital der neuen Suez getroffen wurden.

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