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Recylex will Weser Metall und weitere Töchter verkaufen

Recylex will Weser-Metall verkaufen.
Recylex will Weser-Metall verkaufen.
23.12.2019 − 

Recylex will Weser Metall und weitere Tochtergesellschaften deutschen Teilkonzerns verkaufen. Das hat der Mutterkonzern Recylex S.A. bekannt gegeben. Der deutsche Teilkonzern habe von seinen Finanzpartnern – ein deutsches Bankenkonsortium, die Glencore International AG und dem Bürge Land Niedersachsen – die Zustimmung erhalten, die Finanzierung bis zum 30. April 2020 fortzuführen, sofern bestimmte Bedingungen eingehalten werden.

Dazu zählen "wesentliche Anpassungen des deutschen Teilkonzerns". "Der Konzern arbeitet daher an der Veräußerung der Tochtergesellschaften PPM Pure Metals GmbH, für die bereits Interessensbekundungen vorliegen, der Norzinco GmbH und der Weser-Metall GmbH", heißt es in der Mitteilung von Recyclex.

Bericht bis Ende Januar entscheidet über Finanzierung bis Ende April

Viel Zeit bleibt Recylex dafür nicht. Denn der deutsche Teilkonzern muss bis Ende Januar einen Bericht über den Fortschritt der zur Restrukturierung seiner Schulden avisierten Unternehmensveräußerungen vorlegen. Auf dieser Grundlage wollen die Finanzpartner im Februar  prüfen, ob und unter welchen Bedingungen sie ihre Finanzierung bis zum Ende April aufrechterhalten. In diesem Zusammenhang untersuche der Konzern auch die Auswirkungen dieser Desinvestitionen auf sein Geschäftsmodell und die damit verbundenen strategischen Entwicklungen im Hinblick auf die Fortführung der verbleibenden Konzernaktivitäten.

Sollte der Bericht von den Finanzpartnern akzeptiert werden, hatte unter anderem Glencore zugesagt, eine Überbrückungsfinanzierung in Höhe von  40,7 Mio €  sowie eine Zusatzfinanzierung von 16,0 Mio € bis Ende April zu verlängern. Darüber hinaus will Glencore diesem Fall die Überbrückungsfinanzierung um bis zu 20,7 Mio € erhöhen. Der Betrag soll monatlich ausgezahlt und zur Deckung des identifizierten Liquiditätsbedarfs bis Ende April verwendet werden.

Nettoverschuldung des deutschen Teilkonzerns auf 151,6 Mio € gestiegen

Die Nettoverschuldung des deutschen Teilkonzerns betrug zum 20. Dezember 151,6 Mio €, gegenüber 143,9 Mio € zum 27. November 2019. Dieser Anstieg sei im Wesentlichen auf die Inanspruchnahme der im Dezember 2019 verlängerten Überbrückungsfinanzierung zurückzuführen. Die konsolidierte Nettoverschuldung des Konzerns belief sich auf 181,1 Mio €, gegenüber 170,4 Mio € zum 27. November 2019.

Den Verkauf von Weser-Metall hatte die Recylex-Geschäftsführung bereits Anfang Dezember in die Diskussion gebracht. Weser-Metall betreibt im niedersächsischen Nordenham eine Bleihütte, die Primärrohstoffe und Bleischrotte aus Altbatterien und anderen Quellen einsetzt. Nach dem Einbau eines neuen Reduktionsofens, der zu Störungen der Produktion führte, geriet das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten.

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