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Ragn-Sells gewinnt Salze aus MVA-Flugaschen


Symbolbild
28.03.2019 − 

Das schwedische Umweltunternehmen Ragn-Sells hat eine Technik entwickelt, um Salze aus der Flugasche von Müllverbrennungsanlagen zu gewinnen. Das globale Patent Ash2Salt ermögliche die Nutzung wertvoller Ressourcen bei gleichzeitiger sicherer Behandlung der gefährlichen Flugasche, so das Unternehmen.

Die Salze könnten unter anderem als Streusalz und in der Düngemittelproduktion eingesetzt werden. Die erste Anlage will das Unternehmen bei seiner Kläranlage Högbytorp in Bro bei Stockholm errichten. Die Bauzeit schätzt Ragn-Sells auf etwa zwei Jahre.

Mit dem Ash2Salt-Verfahren lassen sich den Angaben zufolge drei Salze gewinnen, die auf dem Rohstoffmarkt verkauft werden können: Natriumchlorid, Kaliumchlorid und Calciumchlorid. Natriumchlorid kann als Streusalz oder in der chemischen Industrie eingesetzt werden. Calciumchlorid dient ebenfalls der Bekämpfung von Eis und Glätte auf Straßen, und Kaliumchlorid ist ein Pflanzennährstoff, der für die Herstellung von Düngemitteln benötigt wird.

"Wir tragen dazu bei, dass eine nicht erneuerbare Ressource wie Kalium auf die Felder zurückgeführt werden kann und profitieren von der Nahrungsmittelproduktion", sagte Ulrik Améen, Projektleiter bei Ragn-Sells. Gleichzeitig vermeide Schweden den Export der gefährlichen Abfälle auf Deponien im Ausland, was den Transport reduziere und sowohl die Umwelt schone als auch Geld spare.

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