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Paprec übernimmt PVC-Compoundierer Actiplast


Mit der Übernahme von Actiplast baut Paprec seine
Aktivitäten im Kunststoffrecycling weiter aus. (Symbolbild)
16.09.2021 − 

Der französische Recycler und Entsorger Paprec baut seine Kunststoffsparte weiter aus. Das Unternehmen gab Anfang September die Übernahme des auf PVC spezialisierten Compoundierers Actiplast bekannt, der im Westen Frankreichs in der Nähe von Nantes ansässig ist. Das Unternehmen sei der erste europäische Hersteller von PVC-Compounds, der nach dem ISSC-System (lnternational Sustainability and Carbon Certification) zertifiziert worden sei, teilte Paprec mit. Über den Kaufpreis machte der Recycler keine Angaben.

„Die Kunden von Actiplast haben zunehmend Formulierungen auf Basis von Recycling-PVC nachgefragt“, berichtete Sébastien Petithuguenin, der Generaldirektor von Paprec. „Indem wir unser Know-how zusammenführen, können wir künftig Kunststoffverarbeitern PVC-Formulierungen anbieten, die ihren spezifischen Bedürfnissen entsprechen und ihnen einen schnelleren ökologischen Wandel ermöglichen.“

Die Tochtergesellschaft Paprec Plastiques 49 ist nach Angaben des Unternehmens der größte PVC-Recycler Frankreichs mit einer Jahresproduktion von rund 25.000 Tonnen. Der Betrieb ist in Trémentines ansässig, etwa 40 Kilometer vom Actiplast-Standort entfernt. Er sei der einzige Frankreichs, dessen Recycling-PVC nach CSTB zertifiziert sei, was die gleiche Qualität wie Neuware garantiere, so Paprec. Das Unternehmen ist nach eigener Aussage der führende Kunststoffrecycler in Frankreich mit zwölf Standorten und einer jährlichen Sammel- und Aufbereitungsmenge von rund 300.000 Tonnen.

20-Prozent-Beteiligung an Entsorger Pizzorno Environnement mit Option auf Ausbau

Im August hatte Paprec außerdem den Abschluss einer Vereinbarung mit der Familie Pizzorno-Devalle über den Erwerb einer 20-Prozent-Beteiligung an dem Entsorgungsunternehmen Pizzorno Environnement bekannt gegeben. Mit der Familie, die nach dem Verkauf Mehrheitsaktionär bleibe, sei außerdem ein Aktionärsvertrag geschlossen worden, teilte Paprec mit.

Beide Vereinbarungen müssen noch von der französischen Finanzmarktaufsicht AMF genehmigt werden. Paprec geht davon aus, dass sie im Herbst grünes Licht geben wird.

Paprec ist in den letzten Jahren durch Übernahmen stark gewachsen. Das Unternehmen erwartet für das laufende Jahr einen Umsatz von rund zwei Mrd €.

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