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Nestlé neuer Partner von „Stop Ocean Plastics“


Bild: System IQ
16.01.2019 − 

Der Lebensmittelkonzern Nestlé ist neuer Partner des Projektes „Stop Ocean Plastics“ (STOP), das vor allem in Südostasien dazu beitragen soll, die Verschmutzung der Meere durch Kunststoffe einzudämmen. STOP war im Jahr 2017 von Polyolefin-Hersteller Borealis und System IQ, einem Beratungs- und Investmentunternehmen ins Leben gerufen worden. Angesichts des großen Interesses der Industrie, das Projekt STOP zu unterstützen, könne die Expansion nun früher als ursprünglich geplant beginnen, erklärten die Unternehmen.

Mittels Partnerschaften mit Stadtregierungen sollen dabei effektive Kreislaufsysteme entwickelt werden. Partner von STOP sind unter anderem die norwegische Regierung, Nova Chemicals, Borouge und Veolia. Nestle ist das erste Lebensmittelunternehmen, das sich der Initiative angeschlossen hat.

„Es ist äußerst beunruhigend, dass das Fehlen nachhaltiger Abfallmanagementsysteme und -praktiken zur Eskalation des Problems der Meeresverschmutzung beigetragen hat", erklärt Borealis-Chef Alfred Stern. Mit dem Projekt will die Initiative am Beispiel von Indonesien zeigen, dass Kunststoffverpackungsabfälle erfasst und verwertet werden können. „Wir hoffen, dass diese Bemühungen, zusammen mit dem kontinuierlichen Engagement unserer Partner, mit Tempo und Umfang weiter ausgebaut werden, um Indonesien zu einem Modell für das zu machen, was in Asien und der Welt erreicht werden kann“, so Martin R. Stuchtey, Gründer und Managing Partner von System IQ.

„Wir freuen uns sehr, das erste Lebensmittel- und Getränkeunternehmen zu sein, das sich dem Projekt STOP angeschlossen hat. Für uns ist dies ein wichtiger Pilotprojekt, das Teil unserer umfassenderen Vision einer abfallfreien Zukunft ist, ausgerichtet auf unsere Verpflichtung, bis 2025 100 Prozent unserer Verpackungen wiederverwertbar oder wiederverwendbar zu machen“, sagt Magdi Batato, Global Head of Operations bei Nestlé.

Auf der „Our Ocean Conference 2018“ im indonesischen Bali verpflichteten sich Borealis und SYSTEM IQ gemeinsam mit ihren Partnern dazu, zumindest zwei weitere Städtepartnerschaften in Indonesien zu initiieren sowie weitere 10 bis 15 Mio US-Dollar für technische Unterstützung, gemeinnütziges Engagement, Infrastrukturprojekte und zusätzliche Lösungen zur Verpackungsverwertung aufzubringen. Als erster Standort für eine Städtepartnerschaft war Muncar, ein bedeutender Fischereihafen in Ostjava, ausgewählt worden. Dort haben 90 Prozent der Haushalte keine reguläre Abfallsammlung, weshalb etwa 45 Prozent der Einwohner ihren Müll in Flüsse werfen.

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