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Malaysische Importeure von NE-Schrotten fordern realistische Kontaminationsobergrenzen


Auch Kupferschrotte sind von den neuen
Einfuhrbestimmungen in Malaysia betroffen.
29.09.2021 − 

Malaysias Importeure von Nichteisenmetallschrott appellieren an ihre Regierung, die vorgeschlagenen Richtlinien für Schrottimporte zu überdenken, die am 1. November in Kraft treten sollen. „Sobald dies umgesetzt ist, werden die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen katastrophal sein“, sagte Eric Tan, Präsident der Malaysia Non-ferrous Metals Association (MNMA) im Gespräch mit EUWID. Der Generalsekretär der Organisation, Alfred Tan, sagte, dass die Richtlinien, die praktisch alle Importe von Nichteisenmetallschrott verbieten, „den derzeitigen Betreibern in Malaysia keinen Raum zum Überleben lassen würden“.

Die ursprünglich im Februar als Entwurf veröffentlichte Richtlinie legt Inspektionsverfahren für die Verbringung von Eisen-, Kupfer- und Aluminiumschrott fest und schreibt eine Reihe von Zertifizierungsanforderungen für Importeure vor, legt aber auch sehr strenge Inspektionsstandards für Schrotte fest – so streng, dass sie nach Ansicht des MNMA realistischerweise nicht eingehalten werden können.

Einerseits verlangt der Richtlinienentwurf für Eisen- (7204), Kupfer- (7404) und Aluminiumschrott (7602) sehr hohe Reinheitsgrade. Wie vorgeschlagen, darf die Einfuhr von Schrott nicht mehr als fünf Gewichtsprozente metallische Verunreinigungen und nicht mehr als 0,25 Prozent nicht-metallische Verunreinigungen wie Kunststoff enthalten. Die Richtlinie würde auch jegliche Toleranz für E-Schrott oder nach malaysischem Recht „erfassten Abfall" aufheben. Zu diesen geplanten Abfällen gehören Stoffe wie Metallstäube oder Mineralölrückstände, die häufig in geringen Konzentrationen in Nichteisenschrottlieferungen vorkommen. Nach den geltenden Vorschriften sind bis zu 0,30 Prozent dieser Art von Verunreinigungen zulässig.

Fast alle Kupferschrottsorten verfehlen neue Grenzwerte

Von den Kupferschrottsorten würde nur Millbury die Reinheitsanforderung erfüllen. Andere Sorten wie isolierter Kupferdraht (ICW) und Shelmo (geshredderte Elektromotoren) würden die Norm nicht erfüllen, so MNMA. Der malaysische Industrieverband ist der Ansicht, dass bei einer strengen Auslegung der Inspektionsnorm zu Nichteisenstäuben auch die aluminiumhaltige Shredderausgangsqualität Zorba nicht mehr eingeführt werden könnte.

Der Verband begrüße zwar das Ziel der ökologischen Nachhaltigkeit, dennoch sei man der Ansicht, dass die Inspektionsnormen in ihrer jetzigen Form die Besonderheiten beim Metallschrott nicht berücksichtigen. „Null Prozent ist nicht realistisch; es ist für die Industrie nicht praktikabel“, sagte Eric Tan. Slogans wie „Null Abfall, Null Plastik“ seien zwar wertvoll, um die Ziele der Umweltpolitik zu definieren, aber „wenn der Slogan zur Vorschrift wird, ist das wirklich katastrophal für die Industrie“.

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