|  
International» weitere Meldungen

Krisensituation im Altpapiersektor: ERPA fordert dringend Maßnahmen


Symbolbild
26.08.2019 − 

Der Altpapiersektor in Europa befindet sich in einer Krisensituation. „Eine wachsende Zahl an Unternehmen, die in der Erfassung und Verwertung von Altpapier aktiv sind, stellen ihre Aktivitäten vorübergehend oder dauerhaft ein“, warnte ERPA, die Altpapiersparte des europäischen Recyclingdachverbands EuRIC, am Montag in einer Erklärung. Dies stehe im Widerspruch zum Ziel des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft.

In Europa besteht ERPA zufolge ein struktureller Überschuss von rund acht Mio Tonnen jährlich, der bis 2017 vorrangig nach China exportiert worden sei. Die 2017 von China und weiteren Exportmärkten eingeführten Einfuhrbeschränkungen führten nach Angaben ERPAs zu einem scharfen Preisrückgang in den letzten beiden Jahren. Im Juni 2019 erreichten die Altpapierpreise nach Angaben des Verbands nur noch ein Drittel des Werts vom Juni 2017. „Die europäische Recyclingwirtschaft kann nicht ein drittes Jahr in Folge solche Marktbedingungen aushalten, die noch zusätzlich zu rechtlichen Hürden kommen, die dringend angegangen werden müssen“, warnte ERPA

Die stark gesunkenen Altpapierpreise beeinträchtigen nicht nur die private Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft. Sie bedrohen nach Aussage ERPAs die gesamte Wertschöpfungskette einschließlich der Kommunen, die mit dem Altpapierverkauf an Recyclingunternehmen nicht mehr die sachgerechte Sammlung finanzieren können.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 35/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung. Das E-Paper der aktuellen Ausgabe steht hier zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Scholz-Zahlen leiden unter schwacher Nachfrage

Sims Metal Management mit rückläufigem Gewinn  − vor