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KKR darf britischen Entsorger Viridor übernehmen


Für die Übernahme von Viridor durch KKR fehlt jetzt nur
noch die finale Zustimmung der Pennon-Aktionäre.
08.05.2020 − 

Die Wettbewerbsdirektion der Europäischen Kommission sieht keine Hindernisse für den Verkauf des britischen Entsorgers Viridor an die Beteiligungsgesellschaft KKR. Die geplante Transaktion „wirft keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf, weil es keine horizontalen oder vertikalen Überschneidungen zwischen den Aktivitäten der Unternehmen gibt“, teilte sie bei der Bekanntgabe der Freigabe mit. Die Übernahme wurde im vereinfachten Verfahren geprüft.

Die Aktionäre von Pennon Group, der Muttergesellschaft Viridors, müssen der Transaktion noch zustimmen. Dazu findet am 28. Mai eine Jahreshauptversammlung statt. Der Abschluss der Transaktion wird im Sommer erwartet.

Pennon hatte den geplanten Verkauf im März bekanntgeben. Der Unternehmenswert Viridors wird dabei mit 4,2 Mrd Pfund auf Cash- und schuldenfreier Basis angesetzt, was umgerechnet rund 4,8 Mrd € entspricht. Im Geschäftsjahr 2018/19 (31. März), dem letzten, für das Zahlen verfügbar sind, erzielte Viridor einen Gewinn vor Steuern von 88,5 Mio Pfund bei einem Umsatz von 853 Mio Pfund. Der Entsorger beschäftigt rund 3.000 Mitarbeiter an mehr als 320 Standorten in England, Schottland und Wales.

KKR war von 2005 bis 2010 Eigentümer der Duales System Deutschland AG (DSD). Der Finanzinvestor war auch Mitglied des Konsortiums, das den niederländischen Entsorger Van Gansewinkel 2007 übernahm und bis 2015 hielt. 2018 kündigte KKR den Erwerb eines 60 Prozent-Anteils am indischen Entsorger und Umweltdienstleister Ramky Enviro Engineers an.

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