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Indonesien will Störstoffgrenze für Altpapier stufenweise senken


Indonesien will Störstoffgrenze für importiertes Altpapier
schrittweise auf 0,5 Prozent begrenzen.
08.10.2019 − 

Ein neuer Entwurf der indonesischen Regierung sieht einen Grenzwert von zunächst zwei Prozent für den zulässigen Gehalt an Verunreinigungen in importiertem Altpapier vor. Der neue Wert, der noch endgültig verabschiedet werden müsse, werde dann schrittweise im Lauf mehrerer Jahre bis auf 0,5 Prozent abgesenkt. Dies berichtet PSI (Paper Stock Industries), die Altpapiersparte des US-Recyclerverbands ISRI, in einer Pressemitteilung. ISRI drückte die Hoffnung aus, dass die neue Regelung die aktuellen Schwierigkeiten beim „Zugang von Papierrecyclern zum indonesischen Markt“ beenden werde.

Vertreter von ISRI und PSI hatten sich Anfang September in Jakarta mit Mitarbeitern der indonesischen Regierung und der US-Botschaft zu Gesprächen getroffen. Im Nachgang der Gespräche prüft ISRI nun nach eigener Aussage verschiedene Schritte, darunter eine Modifizierung der Spezifikationen des Verbands, um politischen Entscheidern klare Definitionen für Verunreinigungen und Störstoffe in Altpapier an die Hand zu geben.

Als weitere mögliche Maßnahmen nennt ISRI eine Definition für „verantwortungsbewußtes Recycling“ beim Export von Altstoffen durch zum Beispiel Zertifizierung oder Lizenzierung von Anbietern, Brokern und Abnehmern, die Weitergabe an die Verbandsmitglieder von Fotos geöffneter Ballen, die von indonesischen Behörden abgelehnt werden, und die Ausarbeitung eines Messverfahrens für Verunreinigungen durch PSI, das den indonesischen Ministerien für Umwelt und für Handel sowie KSO Sucofindo bereitgestellt werden könnte.

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