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Grünes Licht für Veolia/Suez


Für die EU-Freigabe muss sich Veolia
von Teilen seines Entsorgungsgeschäfts trennen.
15.12.2021 − 

Die Europäische Kommission hat für die Übernahme von Suez durch Veolia am Dienstagabend grünes Licht gegeben. Die Freigabe sei aufgrund der von Veolia vorgebrachten „sehr umfassenden Verpflichtungen“ möglich gewesen, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. „Mit diesem Beschluss stellt die Kommission sicher, dass der Zusammenschluss sich nicht nachteilig auf den Wettbewerb auf den Wasser- und Abfallmärkten auswirkt.“

Nach Angaben der EU-Kommission wird Veolia fast alle Aktivitäten von Suez in Frankreich auf den Märkten für die Entsorgung nicht gefährlicher und regulierter Abfälle und für die kommunale Wasserbewirtschaftung veräußern. Des Weiteren sagte Veolia zu, einen Teil des eigenen Geschäfts und der Aktivitäten von Suez im Bereich der Deponierung gefährlicher Abfälle zu verkaufen sowie die gesamten Tätigkeiten von Suez auf dem Gebiet der Verbrennung und physikalisch-chemischen Behandlung gefährlicher Abfälle. Ohne diese Verkäufe würde die Übernahme nach Einschätzung der EU-Kommission zu bedeutenden horizontalen Überschneidungen auf dem französischen Markt für die Sonderabfallbehandlung führen. Weitere Zusagen von Veolia beziehen sich auf Aktivitäten im Wasserbereich.

Veolia hatte von Beginn der Übernahmekampagne an geplant, den Großteil der Wasseraktivitäten von Suez auf dem französischen Heimatmarkt wieder zu verkaufen, um wettbewerbsrechtliche Bedenken auszuräumen. Der Umfang der zu veräußernden Geschäftsbereiche wurde im Lauf der Verhandlungen zwischen den Konzernen erweitert, um die Zukunftsfähigkeit des „New Suez“ zu stärken.

Antoine Frérot: Fusion „nur noch eine Frage von einigen Wochen“

Veolia-Konzernchef Antoine Frérot begrüßte die Entscheidung und sieht durch sie die „Stärke und Relevanz“ des industriellen Projekts von Veolia bestätigt. „Mit diesem Schritt wird die letzte Phase der Fusion eingeleitet, die nur noch eine Frage von einigen Wochen ist“, sagte er. Die französische Finanzmarktaufsicht AMF hat nach der Entscheidung der EU-Kommission den 7. Januar 2022 als Stichtag für das Übernahmeangebot festgelegt.

Nachdem die EU-Wettbewerbsdirektion ihre Zustimmung erteilt hat, stehen noch drei der 18 für den Abschluss der Übernahme erforderlichen Genehmigungen aus. Nach Angaben von Veolia laufen noch Verfahren in Chile, dem Vereinigten Königreich und Australien. Im Vereinigten Königreich prüft die Competition and Markets Authority (CMA), ob sie eine vertiefte Prüfung einleiten soll. Die Behörde hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass die geplante Übernahmen Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbs auf dem Entsorgungsmarkt aufwerfe. Sie setzte am 7. Dezember den Konzernen eine Frist von fünf Werktagen, um Vorschläge vorzulegen, um diese Bedenken auszuräumen.

Den kompletten Bericht mit allen Details zum aktuellen Stand der Übernahme von Suez durch Veolia lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 51/2021. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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*Update vom 21.12.*

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