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Geminor sieht rosige Zukunft für Sekundärbrennstoffe

Zementwerk
Europas Zementwerke werden nach und nach auf EBS
umstellen, ist Geminor überzeugt.
29.01.2020 − 

Aus Abfällen gewonnene Brennstoffe werden in dieser Dekade die Hauptenergiequelle der Zementindustrie werden. Diese Einschätzung hat der Zement-Experte des norwegischen Rohstoff- und Ersatzbrennstoff-Händlers Geminor, Per Cederberg, vertreten.

Die 2020er werden das Jahrzehnt der Sekundärbrennstoffe in der Zementherstellung, schreibt Cederberg in seinem Blogeintrag. Das  Restmüllaufkommen steige und strengere EU-Vorschriften sorgten für Anreize, abfallbasierte Brennstoffe für die Zementproduktion einzusetzen.

Bei seiner Einschätzung beruft sich Cederberg unter anderem auf Zahlen des europäischen Müllverbrenner-Verbandes Cewep. Cewep hatte errechnet, dass bis 2035 in Europa rund 142 Mio Tonnen Restmüllbehandlungskapazität benötigt werden. Derzeit beträgt die Kapazität für die thermische Abfallbehandlung in Europa demnach rund 90 Mio Tonnen. Hinzu kommen Kapazitäten im Bereich der Mitverbrennung, die bei etwa elf Mio Tonnen liegen. Sollte die EU ihre selbstgesteckten Ziele im Bereich des Recyclings und der Kreislaufführung erreichen, werden im Jahr 2035 noch immer rund 40 Mio Tonnen Abfälle auf dem Markt sein, die nicht recycelt werden können.

Zum Kreislaufwirtschaftspaket hinzu kommen der faktische Importstopp vieler asiatischer Abnehmer sowie ein mutmaßlicher Anstieg des Gesamtabfallvolumens. In Folge dieser Entwicklungen wachse das Potenzial, bestimmte Industriezweige dauerhaft mit abfallbasierten Brennstoffen wie beispielsweise Sekundärbrennstoffen zu versorgen, so Cederberg.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 06/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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