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EU-Kunststoffziel unter gegenwärtigen Bedingungen nicht erreichbar


Quelle: DSD
11.01.2019 − 

Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist es praktisch unmöglich, den Einsatz von Recyclingkunststoff in neuen Produkten auf das in der EU-Kunststoffstrategie vorgesehene Niveau steigern. Diese Einschätzung vertrat die Mehrheit der befragten Kunststoffverarbeiter in einer Umfrage, die im Auftrag des europäischen Verarbeiter-Dachverbands EuPC durchgeführt wurde.

Nur bei zwei der zehn abgefragten Kunststoffarten erwartete die Mehrheit nach Angaben EuPCs, dass ausreichende Mengen zur Verfügung stehen würden, um das Ziel von insgesamt 10 Mio Tonnen 2025 zu erreichen. Noch pessimistischer waren die Befragten mit Blick auf die Qualität des Angebots. Lediglich bei PET bezeichnete die Mehrheit (71 Prozent) die Qualität als ausreichend, berichtet EuPC.

Verbesserungen bei der Sammlung und Sortierung von Kunststoffabfällen hält die große Mehrheit der Befragten (76 Prozent) für den am besten geeigneten Weg, um die Qualität von Recyclingkunststoff zu verbessern. Zu möglichen anderen Maßnahmen gehören Investitionen in bessere Recyclingtechnik durch Recycler (53 Prozent) und eine recyclingfreundliche Produktgestaltung (29 Prozent). 80 Prozent der Umfrageteilnehmer führen den Angaben zufolge bereits selbst Maßnahmen durch, um die Rezyklatqualität zu verbessern.

Die Umfrage, die von Polymer Comply Europe SCRL (PCE) durchgeführt wurde, ist nach Aussage EuPCs ein Teil der Aktivitäten des Verbands, um die technischen Probleme beim Kunststoffrecycling und dem Einsatz von Recyclingkunststoff durch Verarbeiter anzugehen.

An der jüngsten Befragung beteiligten sich 376 Unternehmen aus 21 Ländern. Für 2019 kündigt EuPC eine weitere Umfrage an. Der Verband arbeitet außerdem an einem Online-Tool, mit dem Einsatz von Recyclingmaterial in der europäischen Kunststoffindustrie verfolgt werden kann.

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