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Erlöseinbruch wegen China: ARA erhöht Kunststofftarife


Christoph Scharff (Bildquelle: ARA)
02.10.2017 − 

Österreichs Altstoff Recycling Austria AG (ARA) reagiert auf den Preisverfall bei Altkunststoffen. Ab Januar 2018 erhöht das im Land führende Sammel- und Verwertungssystem für Verpackungsabfälle die Lizenztarife für Kunststoffverpackungen. „Obwohl unsere Sammelmengen zu 90 Prozent in Österreich verwertet werden, zeigen internationale Entwicklungen Wirkung: Die jüngste Importsperre Chinas für Altkunststoffe führt zur einem massiven Rückstau und Erlöseinbruch auf dem europäischen Kunststoffrecyclingmarkt“, sagt ARA-Vorstand Christoph Scharff.

Trotz des hohen Drucks auf die europäischen Altstoffmärkte hält der Marktführer seine Tarife größtenteils auf Vorjahresniveau. Die Tarife für Haushaltsverpackungen aus Glas (-3,6%) und Eisenmetall (-1,8%) werden ab 1. Januar 2018 gesenkt. Bei Kunststoff zeigt hingegen die Preisentwicklung von Sekundärrohstoffen und Rohöl auch auf Österreich massive Wirkung. Hier musste die einzige Erhöhung (3,3%) vorgenommen werden.

Die Tarife für Papierverpackungen wurden aufgrund der positiven Marktentwicklung für Altpapier bereits mit 1. Juli 2017 um über 13% gesenkt und bleiben für 2018 stabil. Bei gewerblichen Verpackungen senkt die ARA 2018 den Tarif für Holz um ein Viertel. Die Tarife in allen anderen Kategorien bleiben auf dem Niveau von 2017.

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