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EEW entsorgt Klärschlamm in den Niederlanden

MHKW Delfzijl
2023 will EEW in Delfzijl eine Verbrennungslinie für
Klärschlamm in Betrieb nehmen.
10.02.2020 − 

Der Anlagenbetreiber EEW baut seine Aktivitäten im Bereich der thermischen Klärschlammbehandlung in den Niederlanden aus. Wie das Unternehmen auf Nachfrage von EUWID mitteilte, haben EEW und der niederländische Partner GMB Ende Januar Verträge über die Entsorgung des Klärschlamms aus den Wasserverbänden Noorderzijlvest (WNZ), Hunze en Aa's (WHA) und Drents Overijsselse Delta (WDOD) geschlossen. Die beiden Unternehmen entsorgen die insgesamt rund 86.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr ab 2021 mit einer Vertragslaufzeit von 20 Jahren.

EEW plant, am Standort Delfzijl eine Monoverbrennungsanlage mit einer Behandlungskapazität für 146.000 Tonnen Originalsubstanz zu errichten. Wie das Unternehmen gegenüber EUWID mitteilte, könnte eine entsprechende Verbrennungslinie über eine Behandlungskapazität von 146.000 Tonnen Originalsubstanz und eine thermische Leistung von rund 18 Megawatt verfügen.

Inbetriebnahme für 2023 geplant

"Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung planen wir, ab Mitte 2023 eine Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Delfzijl zu betreiben", sagte der Leiter des Geschäftsfeldes Klärschlamm bei EEW, Rolf Kaufmann. Die neuen Verträge lasten die „mögliche Anlage“, so Kaufmann, bereits heute zu 80 Prozent aus.

Bislang ist das Genehmigungsverfahren für die Anlage noch nicht gestartet. EEW hat bislang lediglich eine so genannte "Startnotiz" eingereicht. Das ist vergleichbar mit dem als "Scoping" bekannten Verfahren in Deutschland. Darin stimmen die Projektträger vor Beginn eines Genehmigungsverfahrens mit der Genehmigungsbehörde sowie den zu hörenden Umweltverbänden den Untersuchungsrahmen ab.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 07/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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