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Derichebourg kauft spanischen Schrottrecycler Lyrsa


Lyrsa verarbeitet fast eine Million Tonnen Schrott im Jahr.
20.09.2019 − 

Der französische Recycler Derichebourg verfolgt große Expansionspläne in Spanien. Das Unternehmen gab heute die Übernahme des Schrottrecyclers Lyrsa bekannt – laut Derichebourg Marktführer in Spanien.

Der mit der Muttergesellschaft Layro geschlossene Vertrag betrifft den Erwerb der Mehrheitsanteile an Lyrsa sowie der Schwesterunternehmen Archamesa und Redisa, heißt es. Außerdem beinhalte der Vertrag auch die Möglichkeit für die Minderheitsgesellschafter dieser Unternehmen, sich an der Transaktion zu beteiligen.

Der in der geplanten Übernahme enthaltene Geschäftsumfang erwirtschaftete im letzten Jahr den Angaben zufolge einen Umsatz von 427 Mio €. Angaben zum Gewinn sowie zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Laut Derichebourg verarbeitet die Lyrsa-Gruppe fast eine Mio Tonnen Schrott im Jahr. Davon entfallen rund 160.000 Tonnen auf Nichteisenmetalle.

Lyrsa wurde 1939 gegründet und beschäftigt aktuell rund 600 Mitarbeiter. Das Unternehmen verfüge über 17 Standorte in Spanien und einen in Portugal und betreibt drei Shredder, ein Sortierzentrum für das Metall aus der Zerkleinerung, eine Aluminiumraffinerie und eine Bleifabrik, berichtet Derichebourg weiter. Darüber hinaus ist die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben auch in der Aufbereitung und Verwertung von E-Schrott und Altbatterien tätig.

Derichebourg geht davon aus, die Transaktion noch bis zum Ende des Jahres abschließen zu können. Die Übernahme stehe noch unter Vorbehalt der Genehmigung durch die spanische Wettbewerbsbehörde. Derichebourg verfügt zwar bereits über einige Standorte auf der iberischen Halbinsel. Der Anteil am Stahlschrottrecycling in Spanien sei aktuell aber sehr gering, betonte das Unternehmen.

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