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Derichebourg erwartet Erholung im Schrottbereich frühestens im September


Derichebourg berichtet von deutlichen geringeren
Schrottmengen seit Mitte März.
27.05.2020 − 

Der französische Konzern Derichebourg erwartet eine weitgehende Erholung seiner Schrott- und Altmetallaktivitäten bestenfalls im September. Das Aktivitätsniveau habe seit seinem Tiefpunkt Anfang April bereits wieder gute Fortschritte gemacht, und könne sicherlich noch einige Punkte zulegen, „aber es ist wenig wahrscheinlich, dass man sich vor September den Niveaus annähert, die vor dem Ausbruch der Covid-19-Krise vorherrschten“, teilte das Unternehmen bei der Bekanntgabe seiner Halbjahresergebnisse mit.

Insgesamt werde der Umfang der wirtschaftlichen Erholung davon abhängen, wie schnell Konjunkturprogramme auf nationaler und europäischer Ebene aufgelegt würden und wie leicht sie umzusetzen seien, ob sie nun auf die Gesamtwirtschaft bezogen seien oder branchenspezifisch.

Die wegen der Pandemie verhängten Beschränkungen führten in der zweiten Märzhälfte nach Angaben Derichebourgs zu deutlichen Mengenrückgängen. Das Unternehmen beziffert sie auf 35 Prozent beim Stahlschrott und 42 Prozent bei den NE-Metallen, jeweils bei konstantem Konsolidierungskreis. Im gesamten Berichtshalbjahr, das sich von Anfang Oktober bis Ende März erstreckt, nahm die Stahlschrotttonnage Derichebourgs um fünf Prozent ab auf 1,65 Mio Tonnen, während sich die Altmetallmenge um elf Prozent auf rund 298.000 Tonnen erhöhte.

Grund für den Zuwachs ist die Übernahme des spanischen Metallrecyclers Lyrsa, der seit Anfang Januar in die Konsolidierung einbezogen wird und nach Angaben Derichebourgs große Mengen an Kupfer- und Bleischrott vermarktet.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs blieb mit rund 858 Mio € zehn Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres zurück. Sein Betriebsergebnis bereinigt um außerordentliche Posten nahm um 45 Prozent auf rund 27 Mio € ab.

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