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Derichebourg erwartet bessere Perspektiven für laufendes Geschäftsjahr


Derichebourg profitierte im Oktober und November
von steigenden Schrottpreisen.
09.12.2020 − 

Mit weniger Umsatz und rückläufigen, aber weiterhin positiven Ergebnissen hat der französische Recycling- und Dienstleistungskonzern Derichebourg sein Geschäftsjahr 2019/20 abgeschlossen. Für das laufende Geschäftsjahr sieht das Unternehmen nach den Worten seines Präsidenten Daniel Derichebourg „reelle Wachstumsperspektiven“, während die Ergebnisse des zurückliegenden Jahres von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise beeinflusst waren. Insgesamt habe es aber die Vielfalt seiner Aktivitäten dem Konzern ermöglicht, sich „in diesem besonderen Jahr gut zu behaupten“, so Derichebourg vergangene Woche in Paris.

Der Umsatz des Unternehmens nahm im zurückliegenden Geschäftsjahr, das am 30. September abgeschlossen wurde, um neun Prozent von 2,70 Mrd € auf rund 2,46 Mrd € ab. Der Betriebsgewinn verminderte sich den Angaben zufolge sogar um 42 Prozent von 97,5 Mio € auf 56 Mio €. Der Jahresüberschuss erreichte mit 21,3 Mio € weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts von 55,6 Mio €. Der Verwaltungsrat Derichebourgs hat empfohlen, den Gewinn den Reserven zuzuweisen und auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten.

Das aktuelle Geschäftsjahr hat nach Aussage Derichebourgs mit einer Aufwärtstendenz bei den Stahlschrott- und Altmetallpreisen besser begonnen als das vorangegangene. Der zweite Lockdown habe die Aktivitäten nur wenig beeinträchtigt.

Auf Basis der Entwicklung im Oktober und November prognostizierte Derichebourg, im Gesamtjahr 2020/21 das laufende Ebitda um 15 bis 20 Prozent steigern zu können, was einen Anstieg um etwa 30 bis 45 Prozent für das laufende Ebit bedeute. Voraussetzung für diese Prognose ist nach Angaben von Derichebourg, dass sich die Coronakrise nicht verschärft, es zu keiner größeren geopolitischen Krise kommt und keine „zusätzlichen Hindernisse für die Handelsströme mit Recyclingrohstoffen“ entstehen.

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